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Sandro Cortese belegte beim Saisonauftakt in Katar den dritten Platz © imago

Der 19 Jahre alte Derbi-Pilot muss sich in Estoril mit Platz zwei begnügen. Stefan Bradl wechselt in die Moto2-Klasse.

Estoril - Im besten Rennen seiner Karriere hat Sandro Cortese den ersten Sieg in der Motorrad-WM knapp verpasst.

Nach einem Herzschlagfinale belegte der 19 Jahre alte Derbi-Pilot beim Großen Preis von Portugal in Estoril im Rennen der Klasse bis 125 ccm den zweiten Platz.

"Ich bin total happy, auch wenn noch mehr drin war", sagte der Schwabe.

Nach der eindrucksvollen Bewerbung bei Sponsoren trauerte Cortese, dessen Zukunft noch nicht gesichert ist, dem verpassten Erfolg etwas nach: "Vielleicht habe ich zu spät angegriffen, und in der letzten Kurve habe ich noch einen Fehler gemacht. Dennoch war das natürlich ein tolles Rennen."

WM-Entscheidung vertagt

Das beste deutsche Gesamt-Ergebnis bei den 125ern seit mehr als 14 Jahren komplettierte Stefan Bradl (Aprilia), der trotz Rückenschmerzen auf Platz vier fuhr (Deutsches Trio startet mäßig).

"Das war nicht einfach, ich muss das daheim erstmal untersuchen lassen. Ich konnte auf dem rechten Bein gar nicht richtig stehen", sagte Bradl.

Bradl war es, der am 17. August 2008 in Brünn für den bisher letzten deutschen Sieg gesorgt hatte und dessen Aufstieg in die neue Moto2 seit Sonntag besiegelt ist.

Jonas Folger (Aprilia) wurde beim Sieg des Spaniers Pol Espargaro 14. Die WM-Entscheidung ist nach dem Sturz von Julian Simon (Aprilia) vertagt, der Spanier führt aber weiter souverän.

Bradl wechselt in die Moto2-Klasse

Derweil ist Bradls Aufstieg in die neue Klasse Moto2 perfekt. Sein Teamchef Stefan Kiefer bestätigte im DSF den Wechsel des letztjährigen WM-Vierten in die Nachfolgeklasse der 250er (Cortese will den Titel, Bradl erwägt Aufstieg).

Bradl wollte schon nach der vergangenen Saison den Aufstieg wagen, was letztlich aber an den fehlenden Sponsoren scheiterte.

"Klar, es wäre auch reizvoll gewesen, 2010 noch einmal einen ernsthaften Angriff auf den WM-Titel zu machen", sagte der Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl: "So einen Titel kann dir keiner mehr wegnehmen. Aber wer sagt mir, dass ich es nächstes Jahr

schaffen würde?"

Rossi sitzt Teamkollege im Nacken

In der MotoGP sitzt Superstar Valentino Rossi beim Kampf um den neunten Titel ausgerechnet der eigene Teamkollege im Nacken.

Durch den überlegenen Sieg im viertletzten Rennen der Saison verkürzte der Spanier Jorge Lorenzo den Rückstand auf den Italiener auf 18 Punkte. Rossi wurde Vierter.

Simoncelli macht WM-Kampf spannend

Titelverteidiger Marco Simoncelli gewann bei den 250er. Der fährt 2010 in der MotoGP-Klasse.

Damit verkürzte der Gilera-Pilot, der die ersten beiden Rennen verletzt verpasst hatte, den Rückstand auf WM-Spitzenreiter Hiroshi Aoyama (Japan/Honda) auf 28 Punkte.

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