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Jorge Lorenzo schoss in Estoril von der Pole-Position aus zum MotoGP-Sieg © Yamaha

Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo feierte in Estoril seinen persönlichen Mondflug und deklassiert die Konkurrenz - Casey Stoner umjubelter Zweiter

Jorge Lorenzo (Yamaha) hat wieder eine neue Strecke erobert. Beim MotoGP-Rennen in Portugal ließ der 22-Jährige seinen Rivalen nicht den Hauch einer Chance und setzte sich mit einigen brillanten Runden in Führung. Danach war die in Estoril komplett in Weiß gehaltene Yamaha-Rakete nicht mehr zu halten. Strahlen durfte auch Casey Stoner (Ducati): Er krönte sein Comeback mit dem zweiten Rang.

Die Spannung vor dem Rennstart in Estoril war fast schon greifbar, denn alles rechnete mit einem starken Yamaha-Auftakt. Doch die knapp 50.000 Zuschauer an der Rennstrecke wurden diesbezüglich erst einmal enttäuscht: Nicht Lorenzo oder Valentino Rossi (Yamaha) bogen als Führende in die erste Kurve, sondern Dani Pedrosa (Honda), der allen ein Schnippchen schlug.

Aus der zweiten Reihe preschte der Spanier mit einem Superstart an seinen Rivalen vorbei in Front, musste sich aber schon bald geschlagen geben: Lorenzo wurde seiner Favoritenrolle noch auf der Startrunde vollkommen gerecht. Der Youngster nahm sich seine Gegner gleich zur Brust und ließ das komplette Feld eiskalt stehen. Damit war die Entscheidung um den Sieg in Estoril schon gefallen.

Während Lorenzo eine Rekordrunde nach der anderen drehte, sortierten sich die restlichen MotoGP-Piloten hinter dem Estoril-Dominator ein. Rossi musste schon zu Beginn kräftig Federn lassen und wurde bis auf Rang vier durchgereicht - Pedrosa und Stoner verdrängten den WM-Spitzenreiter nach hinten. Noch in der Anfangsphase krallte sich Stoner Platz zwei, dann waren auch die Verfolgerränge bezogen.

Die Abstände zwischen den Piloten stabilisierten sich recht schnell und so blieben weitere Duelle um die Top-4-Positionen aus - dafür ging es dahinter ordentlich zur Sache: Colin Edwards (Yamaha) zeigte eine sehr starke Leistung und holte sich - wie angekündigt - den fünften Rang, Toni Elias (Honda) zog noch in letzter Sekunde an Andrea Dovizioso (Honda) vorbei und übernahm Platz sechs.

Nicky Hayden (Ducati), James Toseland (Yamaha) und Chris Vermeulen (Suzuki) komplettierten die Top 10 von Estoril, Randy de Puniet (Honda), Marco Melandri (Kawasaki), Niccolò Canepa (Ducati) und Gabor Talmcsi (Honda) beschlossen das Klassement. Nach einem Sturz sah Mika Kallio (Ducati) die Zielflagge nicht, Loris Capirossi (Suzuki) musste mit Elektronikproblemen vorzeitig aufgeben.

Mit dem Sieg von Lorenzo gewann Yamaha zugleich die Herstellerwertung - eine Entscheidung in der Fahrerwertung ist hingegen noch nicht in Sicht: Rossi (250 Punkte) führt weiterhin die Tabelle an, Lorenzo (232) liegt aber nun nur noch 18 Zähler zurück. Pedrosa (173) rangiert auf dem dritten Rang vor Stoner (170) - Dovizioso (142) und Edwards (134) folgen mit Respektsabstand auf den Plätzen.

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