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Pol Espargaro behielt in Estoril einen kühlen Kopf und siegte bei den 125ern © IMS

Derbi-Pilot Pol Espargaro schnappte sich den Sieg im spannenden Estoril-Rennen - Sandro Cortese mit starkem zweiten Rang, Stefan Bradl mit Platz vier

Das 125er-Rennen von Portugal war geprägt von vielen Positionskämpfen und einigen Stürzen: Am Ende behielt Pol Espargaro (Derbi) die Oberhand über die Konkurrenz, die sich zum großen Teil selbst eliminierte. Einen bärenstarken Auftritt zeigte auch Sandro Cortese (Derbi) - der Deutsche verpasste seinen ersten Rennerfolg nur knapp und belegte vor Bradley Smith (Aprilia) Rang zwei.

Wenn 36 sich streiten, dann freuen sich die, die durchkommen - nicht die erste Kurve war in Estoril das große Problem, sondern die mangelnde Konzentration einiger Fahrer. Fast reihenweise brachten sich die großen Namen selbst um ein gutes Ergebnis in Portugal: Allen voran freilich die beiden Titelkandidaten Julian Simon (Aprilia) und Nicolas Terol (Aprilia), die beide vorzeitig ausschieden.

Terol riskierte in der Anfangsphase einen Tick zu viel und legte sich etwas zu ungestüm mit seinen Rivalen an. Prompt rutschte der Spanier in einer Linkskurve weg und musste sein Rennen beenden. Simon, der das Wochenende an der Atlantikküste bislang souverän dominiert hatte, hätte sich nun zurücklehnen können - sein schärfster Konkurrent war weg und er selbst lag sicher in Führung.

Dann die unglaubliche Szene: Genau wie zuvor schon Marc Marquez (KTM) und Andrea Iannone (Aprilia), so verabschiedete sich auch Simon aus dem Rennen, indem er sein Bike in einer der langgezogenen Rechtskurven ins Kiesbett steckte. Im Gegensatz zu seinen ausgeschiedenen Rivalen, konnte er das Rennen aber noch einmal aufnehmen. Der Sieg war allerdings dahin.

Die anfänglich über zehn Motorräder umfassende Spitzengruppe dünnte im Rennverlauf immer weiter aus, doch aus deutscher Sicht wuchsen dadurch nur die Chancen. Cortese und Stefan Bradl (Aprilia) hatten sich frühzeitig in der führenden Meute etabliert und konnten nun von ihrem hohen Anfangstempo zehren und nahmen Kurs auf das Podium - doch Bradl musste abreißen lassen.

Der Kiefer-Pilot kam nach einem heftigen Rutscher nicht mehr auf Touren und spielte im Kampf um die Toppositionen keine Rolle mehr. Anders Cortese: Der Ajo-Fahrer drehte in der Schlussphase noch einmal richtig auf, schnappte sich Smith und donnerte als Zweiter ins Ziel - Sieger Espragaro hatte sich auf den letzten Metern etwas zu weit vom Deutschen abgesetzt und gewann souverän.

Pech dagegen für Jonas Folger (Aprilia). Die bayerische Rennhoffnung machte gleich zu Beginn mit einem Raketenstart auf sich aufmerksam und wurde prompt in den Top 10 vorstellig. Genauso schnell verschwand Folger aber auch wieder im Mittelfeld und staubte letztendlich zwei WM-Punkte ab. Simon, der sein waidwundes Bike noch auf Rang zwölf ins Ziel rettete, durfte noch vier Punkte mitnehmen.

Damit kommt der Spanier nun auf 214 Punkte und ist nach wie vor Tabellenführer. Neuer Zweiter ist Smith (163,5 Punkte), der den ohne Zähler gebliebenen Terol übertrumpfte und nun erster Verfolger Simons ist. Espargaro (129,5) ist neuer Vierter vor Sergio Gadea (Aprilia/122) und Iannone (109.5). Cortese nimmt mit 96 Zählern Rang sieben ein, Bradl (85) ist Neunter und Folger (71) ist Elfter.

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