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Dieses Comeback ist geglückt: Casey Stoner holte sich auf Anhieb Platz zwei © Ducati

Casey Stoner ist wieder voll da: Der australische Rennfahrer begeisterte in Estoril mit dem zweiten Rang - Nicky Hayden mit Platz acht in Portugal

Er war die große Überraschung des Wochenendes an der Atlantikküste: Casey Stoner kehrte in die MotoGP zurück und machte seine Auszeit mit einer starken Leistung vergessen - der zweite Platz in Estoril wurde vom Ducati-Team anschließend frenetisch bejubelt. Nicky Hayden haderte in Portugal einmal mehr mit verschiedenen Problemen, kämpfte sich aber doch auf Rang acht nach vorne.

Damit war der US-Amerikaner aber nicht restlos zufrieden: "Nach dem Warmup hatte ich eigentlich mit etwas mehr gerechnet. Ich hatte heute aber einfach nicht die Traktion, die mir an diesem Wochenende bislang zur Verfügung stand. Das Bike hat sich beim Beschleunigen sehr viel bewegt und die Kurvenausgänge waren schwierig. Wir haben während des Wochenendes immerhin einige Fortschritte erzielt."

"Mein Start war okay. Ich kam ein paar Positionen nach vorne, doch viele Gegner konnten mich auf der langen Gerade gleich wieder kassieren. Ich bin nicht sicher, warum sich das Bike nicht so anfühlte, wie sonst", erklärt Hayden. "Unterm Strich haben wir in Portugal viel gelernt und gute Daten gesammelt. Ich hätte mir mehr erwartet, aber besser als Platz acht konnten wir nicht abschneiden."

"Es liegt nicht an mangelndem Einsatz", meint der 28-Jährige. "Manchmal reicht es einfach nicht. Hoffentlich können wir in Phillip Island besser abschneiden." Überhaupt wieder mit von der Partie sein wollte Stallgefährte Stoner. Der frühere Weltmeister übertraf dabei glatt sämtliche Erwartungen: "Es ist klasse, endlich wieder konkurrenzfähig zu sein und das auch über die gesamte Renndistanz zu bleiben."

"Ich hätte in den ersten Runden vielleicht noch einen Tick schneller sein können, machte aber einen leichten Fehler, wodurch mein Fuß von der Raste rutschte", so Stoner. "Dadurch brach die Fußstütze und wackelte in allen Rechtskurven. Mein Fuß rutschte immer wieder runter. Mit der Zeit konnte ich meine Position anpassen, nur eben nicht schneller fahren. Jorge war eh zu schnell für uns."

Stoner ist wieder zurück!

"Er hat großartige Arbeit geleistet. Dennoch freue ich mich sehr für mich und das Team", gibt der Australier zu Protokoll. "Es ist einfach spitze, auf diese Weise zurückzukommen. Ich denke, das unterstreicht, dass es die richtige Entscheidung war, eine Pause einzulegen und dem körperlichen Problem auf die Spur zu gehen. Für das Team war das eine schwierige Zeit."

"Meine Beziehung zu Ducati war aber immer stark und fest. Vor dem nächsten Rennen werde ich etwas trainieren, denn meine körperliche Verfassung hat in den vergangenen Monaten doch gelitten. Ich will versuchen, ein paar Muskeln zurückzugewinnen. In den anstehenden drei Rennen wollen wir uns so gut wie möglich auf die kommende Saison vorbereiten", kündigt Stoner abschließend an.

Lob gab es auch aus der Ducati-Chefetage: "Ein unglaubliches Gefühl", sprudelte es aus Filippo Preziosi heraus. "Das Ergebnis zeigt, dass Casey die richtige Entscheidung getroffen hat", sagt Preziosi nach dem Rennen in Portugal und fügt an: "Das Team hat die Situation bestmöglich gemeistert. Wir freuen uns sehr darüber, dass das Lachen in Caseys Gesicht zurückgekehrt ist."

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