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Noriyuki Haga reist mit zehn Punkten Vorsprung zum Finale in Portugal © Ducati

Trotz Startplatz fünf: Ducati-Pilot Noriyuki Haga konnte mit Sieg und Platz zwei in Magny-Cours seinen Vorsprung auf Ben Spies auf zehn Punkte ausbauen

Noriuyki Haga hat in Magny-Cours erneut seine Entschlossenheit unter Beweis gestellt, dass er in diesem Jahr den Titel in der Superbike-Weltmeisterschaft holen will. Der Ducati-Pilot hatte zwar mit Startplatz fünf keine optimale Ausgangssituation. Doch in den beiden dramatischen Rennen holte sich Haga einen zweiten Platz und einen Sieg.

Damit hat er als Spitzenreiter seinen Vorsprung auf Rivale Ben Spies (Yamaha) auf zehn Punkte ausgebaut. Und es stehen nur noch die beiden Rennen beim Saisonfinale in drei Wochen in Portimão aus. Jetzt kann Haga den Showdown in Portugal kaum erwarten.

Im ersten Rennen hing der Japaner 17 Runden lang hinter der Aprilia von Max Biaggi fest, dann konnte er aber an dem Italiener vorbei nach vorn stürmen und Jagd auf Leader Spies machen. Die beiden lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Duell bis ins Ziel, in Haga zwar kurz vorn war, Spies am Ende aber doch die Oberhand behielt.

"Im ersten Rennen hatte ich wirklich Spaß. Es war ein fantastisches Rennen", bilanziert Haga. "Ich hatte nicht gerade den besten Start und es hat einige Runden gedauert, bis ich an Max vorbei war. Und danach war mir klar, dass ich nicht mehr viele Runden habe, um Ben abzufangen. Wenn wir nur eine Runde mehr gefahren wären, dann hätte ich sicher gewonnen."

Das zweite Rennen war weniger aufregend, aber noch erfolgreicher: Hage setzte sich gleich in der ersten Runde an die Spitze und siegte, während Rivale Spies Vierter wurde. "Wir hatten für das zweite Rennen kleinere Änderungen an meinem Bike vorgenommen und die haben funktioniert", berichtet der Ducati-Pilot. "Dieser Sieg ist klasse, da wir jetzt einen kleinen Vorsprung haben. Jetzt geht es nach Portimãom, wo Ben und ich um den Titel kämpfen werden - ich kann es nicht erwarten!"

Einen Titel hat Haga mit seinem Sieg im zweiten Rennen schon eingefahren: Damit hat sich Ducati vorzeitig den Herstellertitel gesichert. "Ich freue mich sehr, dass meine Ergebnisse uns den Herstellertitel eingebracht haben. Danke an Ducati und an meinen Renningenieur Ernesto Marinelli für diese großartige Maschine, die ich im zweiten Rennen hatte. Und an das gesamte Team, denn mein erstes Jahr bei Duacti ist fantastisch."

Weniger gut lief es in Magny-Cours für seinen Teamkollegen Michel Fabrizio. Der Italiener wurde im ersten Rennen Vierter und schied im zweiten Rennen nach einem Sturz aus. "Ich binnatürlich sehr enttäuscht, ich hatte mir viel mehr vorgenommen", erklärt Fabrizio. "Im ersten Rennen konnte ich mit der Spitzengruppe nicht mithalten und wurde Vierter. Das ist nicht so schlecht, aber ich wäre gern auf das Podium gefahren."

"Im zweiten Rennen habe ich sofort versucht, an die Spitzengruppe anzuschließen, aber leider habe ich mich am Ende der Gerade verbremst und die Kontrolle über das Vorderrad verloren. Das tut mir sehr leid, denn ich denke, dass ich Spies überholt und Nori damit einen noch größeren Vorsprung verschafft hätte. Gratulation an Nori, er war sehr stark und hat den Sieg verdient."

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