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Ben Spies haderte mit dem Verlauf des zweiten Rennens in Frankreich © Yamaha

Ben Spies konnte das dramatische erste Rennen in Magny-Cours gewinnen, im zweiten Rennen konnte er nicht mithalten - Im Titelkampf nun zehn Punkte zurück

Yamaha-Shootingstar Ben Spies erlebte an seinem vorletzten Rennwochenende in der Superbike-Weltmeisterschaft einmal mehr Licht und Schatten. Im ersten Rennen schoss er von der Pole-Position weg zunächst dem Feld davon. In der Schlussphase lieferte er sich ein dramatisches Duell mit seinem Rivalen Noriyuki Haga, das der Amerikaner schließlich für sich entscheiden konnte.

Nach dem Sieg im ersten Rennen folgte für Spies aber in Lauf zwei die große Enttäuschung. Er hatte massive Probleme mit dem Vorderrad und musste um jeden Punkt kämpfen. Schließlich kam er als Vierter ins Ziel, während Haga siegte. Damit hat Spies im Titelkampf nun vor dem Saisonfinale in Portimão zehn Punkte Rückstand auf den japanischen Spitzenreiter.

"Das erste Rennen hatte gute und schlechte Aspekte. Wir haben kleinere Fehler gemacht, die uns hier und dort ein Zehntel gekostet haben. Deshalb konnten die anderen wieder aufholen und ich konnte mir keinen Vorsprung herausfahren. In der letzten Runde habe ich dann einen Fehler gemacht und Nori kam an mir vorbei. Deshalb musste ich nach außen, um ihn wieder überholen zu können.", berichtet Spies.

"Über den Verlauf des zweiten Rennens bin ich ganz ehrlich unheimlich enttäuscht", fährt der US-Star fort. "Ich hatte einen Vorderreifen drauf, mit dem ich kaum Tempo machen konnte. Ich war konstant eine halbe Sekunde langsamer als im Training. Ich bin echt überrascht, dass ich nicht Zehnter geworden bin - so wie sich das Bike angefühlt hat. Aber selbst wenn ich gewonnen hätte, hätte ich in Portimão beide Siege holen müssen. Von daher ändert sich nichts."

"Wir haben das erste Rennen gewonnen und hatten gedacht, dass wir im zweiten Rennen weitere Punkte auf Nori aufholen", pflichtet Teamchef Massimo Meregalli bei. "Aber irgendetwas ist schief gelaufen, etwas, was wir nicht in der Hand hatten. Und Ben konnte nichts dagegen tun. Für Portimão haben wir nur ein Ziel: Wir wollen beide Rennen gewinnen. Und ich denke, dass das möglich ist."

Spies' Yamaha-Teamkollege Tom Sykes erlebte ein einziges Desaster. In der zweiten Runde des ersten Rennens verbremste er sich und verusachte einen massiven Crash, bei dem er fast von seinem fliegenden Motorrad getroffen wurde. Sykes knackste sich dabei den rechten kleinen Finger an, ging im zweiten Rennen aber wieder an den Start. Dort wurde er dann in der zweiten Runde von Carlos Checa von der Strecke gerammt. Der Brite hat jedoch nur eine geprellte Schulter und kann in Portimão wieder fahren.

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