vergrößernverkleinern
Jonas Folger hat im Saisonverlauf offenbar etwas den Faden verloren © pacepix.com

Jonas Folger mit Sorgen: Das Grand-Prix-Wochenende in Estoril verlief für den deutschen Shooting-Star nicht ganz problemlos

Jonas Folger ärgerte sich am Sonntag nach dem Rennen an der Atlantikküste Portugals weniger über den 14. Platz, sondern vielmehr darüber, dass ihm die Abstimmung seiner Aprilia RSW an diesem Wochenende gar nicht gelingen wollte. Eine letzte Änderung in der Pause nach dem Warm-up bis zum Start am Nachmittag erwies sich im Nachhinein als Schuss nach hinten.

"Eigentlich haben wir an diesem Wochenende nach jedem Training gröbere Veränderungen vorgenommen", lautet die etwas frustrierte Darstellung des 16 Jahre alten Bayern. "Auch nach dem Warm-up war es so. Letztendlich haben wir dabei in die völlig falsche Richtung gearbeitet." Für die nächsten Rennen hat man sich vorgenommen beim Setup wieder den Standardweg einzuschlagen.

"Um das Motorrad besser kennen zu lernen und auch bei der Abstimmung weiter zu kommen, haben wir uns auf diese Experimente eingelassen", fährt Folger fort. "Aber wie sich gezeigt hat, sind wir dabei in des Teufels Küche geraten. Schon beim nächsten Rennen werden wir darauf verzichten und wieder vermehrt auf bewährte Settings zurückgreifen. Es kann nicht sein, dass ich jedes Mal ein anderes Motorrad habe, denn ich selbst kann mich auf die Gegebenheiten des Fahrwerks ganz gut einstellen."

Dennoch kann Folger dem Rennwochende in Portugal einiges Positives abgewinnen. "Rückblickend war Estoril für mich ganz gewiss ein weniger schönes Wochenende", so Folger. "Trotzdem habe ich wieder einiges gelernt, denn man hatte mir schon des Öfteren gesagt, ich solle mehr mit dem Motorrad arbeiten und Abstimmungen austüfteln. Okay, dieses Mal sind mir diese Aufgaben eben nicht so gut gelungen. In Zukunft kann und muss ich halt dafür mehr Zeit aufwenden. Aber wie gesagt, die restlichen Grands Prix 2009 werden wir uns auf den bekannten Standard verlassen."

Angesprochen auf seinem Kampf im Mittelfeld mit Michael Ranseder und Scott Redding vergisst der Vollblut-Racer aus Mühldorf am Inn beinahe die Schwierigkeiten an diesem Wochenende: "Der Kampf mit Michi und Scott hat schon riesig Spaß gemacht. Die Beiden waren eine harte Nuss und jedem von uns sind Fehler passiert. Ein paar Mal bin ich in eine Lücke gestochen, wo ich es lieber nicht tun hätte sollen. Denn im Nachhinein dauerte es wieder ein paar Streckenabschnitte, bis ich wieder meinen Rhythmus fahren konnte. Letztendlich bin ich aber froh zwei WM-Punkte erreicht zu haben. Besser als mit einem Nuller nach Hause zu reisen!"

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel