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Im Haifischbecken: Valentino Rossi will seinen MotoGP-Titel verteidigen © xpb.cc

Titelverteidiger Valentino Rossi ist spätestens seit seinem vierten Platz in Estoril gewarnt: Der Kampf im "Haifischbecken MotoGP"

Mitte August schien die Saison in der MotoGP fast schon entschieden. Valentino Rossi hatte auf der tschechischen Bahn einen weiteren Sieg eingefahren, sein Yamaha-Stallrivale Jorge Lorenzo die zweite Nullnummer in Folge kassiert. Zu jenem Zeitpunkt führte Rossi bereits mit satten 50 Punkten in der Gesamtwertung, die Titelverteidigung war bereits greifbar nahe.

Doch nicht einmal zwei Monate später sieht die Situation wieder ganz anders aus. Der italienische Superstar hatte seine Schwächephasen, Lorenzo drehte nicht nur auf, sondern entwickelte sich in Estoril sogar zur klar dominierenden Figur. Der Abstand in der Weltmeisterschaftswertung beträgt nur noch 18 Punkte bei noch drei ausstehenden Rennen der aktuellen Saison.

Rossi ist offenbar gewarnt. "Wenn ich nicht stark genug bin, fressen mich Casey und Jorge mit einem Happen auf", sagt der Italiener gegenüber der Agentur 'AAP'. Er habe bereits im Mai bei seinem Heimspiel in Mugello - wo Rossi seit 2002 ungeschlagen war - eine solche Attacke erlebt. "Ich war damals nicht stark genug. Stoner und Lorenzo sind die Haie, die mich umkreisen. Sobald ich ein wenig Blut verliere, denken sie: 'Nun ist es Zeit für die Attacke!'. In Mugello waren beide vor mir."

Diese Erfahrung sei zwar schmerzhaft gewesen, aber sie habe ihn wachgerüttelt. "Sie dachten vielleicht, wenn sie mich in Italien schlagen können, dann wäre das ab sofort überall möglich. Aber zum Glück habe ich dann wieder aufgedreht." Auch nach seiner Nullnumnmer in Indianapolis gab Rossi die entsprechende Antwort mit einem Sieg in Misano. Man darf gespannt sein, wie sich der "Doktor" auf Phillip Island präsentieren wird.

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