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Spannung: Kann sich Valentino Rossi noch länger vor Jorge Lorenzo halten? © Bridgestone

Valentino Rossi will nach drei sieglosen Jahren endlich wieder auf Phillip Island triumphieren, Jorge Lorenzo bleibt bescheiden: "Den zweiten Platz absichern"

Der Kampf um die diesjährige Krone in der MotoGP-Weltmeisterschaft ist ein Duell der beiden Yamaha-Werkspiloten Valentino Rossi und Jorge Lorenzo. Der italienische Weltmeister liegt derzeit 18 Punkte vor seinem hausinternen Rivalen. Vor zwei Wochen in Portugal büsste Rossi allerdings viele Punkte im Vergleich zu Rennsieger Lorenzo ein. Wer den "Doktor" kennt, der weiß: Er will auf Phillip Island sofort zurückschlagen.

Nach den Pleiten in Donington und Indianapolis war ihm genau ein solches Vorhaben jeweils geglückt. In Brünn und Misano holte sich Rossi die Siege. "Estoril war für mich eine Enttäuschung, aber ich sehe eher die positive Seite, denn ich habe immerhin als Vierter noch satte 13 Punkte mitgenommen", schildert der Italiener. "Yamaha hat sich die Daten genau angeschaut, um herauszufinden, was dort schiefgelaufen ist. In Australien werden wir ganz anders auftreten."

"Ich liebe diese Strecke und habe dort einige der schönsten Augenblicke meiner Karriere erlebt", freut sich Rossi vor dem schnellen Ritt entlang der Küste. "Ich will für dieses Rennen in Bestform sein. Es ist einfach zu lange her, dass ich dort siegen konnte", meint der Yamaha-Star, der dort letztmals 2006 gewann. "Ich gehe davon aus, dass mir Lorenzo bis zum letzten Rennen einen harten Kampf liefern wird. Aber die kommenden beiden Strecken sind zwei meiner besten Strecken."

So entschlossen und kampfeslustig wie Rossi tritt Lorenzo derzeit nicht auf. Natürlich weiß der Spanier um seine große Chance, aber er stapelt tief. "Ich bin sehr glücklich über meinen vierten Saisonsieg, aber ich möchte in Australien endlich Platz zwei in der Gesamtwertung sicherstellen. Das könnte klappen, wenn ich viele Punkte hole. Das war immer mein Ziel. Ich will mir den zweiten Platz so schnell wie möglich sichern."

"Ich liebe die Strecke auf Phillip Island", stimmt der Spanier mit in den Lobesgesang von Rossi ein. "Die Rennen sind dort immer ganz besonders. Zusammen mit Mugello ist es wohl die schönste Strecke im Kalender. Man jagt dort mit 250 km/h über die Piste und erkennt trotzdem das Meer und die Vögel. Das ist unglaublich! Ich habe es im vergangenen Jahr nicht auf das Podest geschafft. Ich werde aber niemals 2007 vergessen, wo ich mit 20 Sekunden Vorsprung siegen konnte. Wir sind entschlossen, in den wichtigen zwei kommenden Wochen tolle Ergebnisse zu holen."

"Wir mussten in Estoril mit unerwarteten Problemen kämpfen", erklärt Rossis Teamchef Davide Brivio. "Aber wir als Team haben es analysiert und wir wollen sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert." Aus dem Lager von Lorenzo sagte dessen Teamchef Daniele Romagnoli: "Die Saison wird zunehmend interessanter. Nach Brünn waren die Chancen gering, aber nun hat Jorge wieder ganz neue Möglichkeiten. Wir werden weiter hart arbeiten."

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