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Noch dreimal in Schwarz: Marco Melandri wird 2010 bei Gresini-Honda fahren © IMS

Estoril war für den 27-jährigen Marco Melandri das schlimmste Rennen in dieser Saison - Auf Phillip Island sollen sich die Dinge wieder zum Besseren ändern

Das bescheidene Abschneiden zuletzt im Grand Prix von Portugal liegt dem Einzelkämpfer im Hayate Racing Team noch schwer im Magen. Zur Erinnerung: Marco Melandri musste sich vor knapp zwei Wochen im Qualifying am Circuito do Estoril mit Startplatz 16 begnügen. Auch der zwölfte Rang am Tag danach im Rennen entsprach nicht seinen Vorstellungen. An diesem Wochenende möchte der Italiener bei völlig anderen Gegebenheiten wieder an seine Ergebnisse im Rahmen seiner Möglichkeiten anschließen.

"Estoril war bis jetzt für mich das schlimmste Rennen 2009", schimpft Melandri noch über das letzte Rennwochende. "Es soll ja Rennstrecken geben, die einem Motorrad weniger gut liegen. Aber dort war das Einlenken in eine Kurve und Anbremsen beinahe unmöglich." Aud dem ultraschnellen Phillip Island Grand Prix Circuit findet man gänzlich andere Gegebenheit vor, wodurch sich Melandri eine Verbesserung der Situation erhofft.

"Das Layout der Strecke hier auf Phillip Island unterscheidet sich vollkommen von Estoril", meint der junge Mann aus Ravenna. "Deswegen mache ich mir Hoffnungen, dass unsere Ninja ZX-RR hier bei weitem besser funktionieren wird." Zudem nennt Melandri ohne zu zögern Phillip Island als eine seiner Favoriten aller Rennstrecken im WM-Kalender, wo er auch im Jahr 2006 letztmals die oberste Stufe bei einer Siegerehrung besteigen durfte.

"Wenngleich das Wetter hier nicht immer mitspielt, liebe ich es dennoch über alles auf Phillip Island Rennen zu fahren", so Melandri. "Auch für dieses Wochenende sind die Vorhersagen leider nicht so gut. Trotzdem sind meine Erwartungen für diese WM-Runde gut. Zudem gibt es aus meiner Sicht schöne Erinnerungen an diesen Ort, daher fühle ich mich hier sauwohl!"

Abschließend gibt der MotoGP-Star noch einen Experteneinblick in die Trickkiste der Reifen-Ingenieure, nachdem ja bekanntlich Bridgestone eigens für diesen Grand Prix neue Hinterreifen angefertigt hat. "Soviel ich weiß soll die linke Seite aus einer neuen Karkasse bestehen", so der Italiener. "Dies soll helfen die Temperatur stabil zu halten, da auf dieser Rennstrecke die linke Seite der Reifen für lange Zeit in enormer Schräglage stark beansprucht wird."

Melandri weiter: "Bridgestone weiß genau, worauf es auf jedem Circuit ankommt. Daher mache ich mir deswegen weniger Sorgen. Letztendlich ist die Situation für alle gleich. Mal sehen, wie sich die neuen Reifen bewähren werden."

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