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Casey Stoner wurde 2007 auf einer Ducati Desmosedici Weltmeister © getty

Der Lokalmatador erobert beim Qualifying zum MotoGP in Australien die Pole. Er liefert sich einen harten Fight mit Rossi.

Philipp Island - Was für eine Schlacht im Qualifying der MotoGP auf Phillip Island!

Casey Stoner setzt sich im harten Duell gegen Valentino Rossi auf der letzten Rille durch und startet bei seinem Heimspiel von der Pole Position.

Am Ende trennten die beiden Piloten gerade einmal 0,050 Sekunden.

Sensation durch Pedrosa

Die wirkliche Sensation der Session war jedoch Dani Pedrosa, der trotz eines heftigen Abfluges in die erste Startreihe fahren konnte. Stoner hatte gleich zu Beginn der Qualifikation eine schnelle Zeit vorgelegt.

Die Wolken über der malerischen Phillip Island waren teils recht grau, man durfte einen kleinen Regenschauer erwarten. Die Bestmarke des Australiers hatte auch zur Halbzeit Bestand, als erste kleine Tropfen auf die Bahn fielen. Doch die Wolken verzogen sich schnell wieder, die Strecke blieb in einwandfreiem Zustand.

Also fiel die Entscheidung - wie so oft - in den allerletzten Sekunden.

Stoner kontert

Rossi hatte sich mit seinem letzten weichen Reifen knapp nach vorne geschoben, Stoner holte vor heimischer Kulisse noch mal zum Konter aus. Im ersten Versuch setzte er sich um 0,005 Sekunden an die Spitze, später vergrößerte er den Abstand leicht.

Unterdessen hatte Pedrosa Jorge Lorenzo um 0,001 Sekunden aus der ersten Reihe verdrängt. Der spanische Honda-Pilot sorgte für den großen Schreckmoment der Session. Kurz vor der Halbzeit verlor Pedrosa beim Umlegen der Maschine die Haftung am Vorderrad und flog bei hohem Tempo wild ab.

Doch der Spanier blieb unverletzt, rannte zur Box und schnappte sich nach kurzer Reinigung seiner Lederkombi die Ersatzmaschine.

Probleme bei Lorenzo

WM-Kandidat Lorenzo hatte unterdessen einige Probleme. Der Mallorquiner, der nach wie vor unter einer Magenverstimmung leidet, konnte im entscheidenden Moment nicht mehr zulegen und hat nun im Rennen eine schlechtere Ausgangsposition.

Lorenzo teilt sich die zweite Reihe mit Colin Edwards und dem erneut starken Alex de Angelis.

Cortese auf Platz sieben

Sandro Cortese geht nach seinem zweiten Platz von Estoril aus der zweiten Startreihe ins Rennen. Als schnellster deutscher Motorrad-Pilot fuhr der Derbi-Pilot aus Berkheim im Qualifying der 125er-Klasse in 1:38,552 Minuten auf Startplatz sieben.

Cortese war damit rund acht Zehntelsekunden langsamer als sein spanischer Markenkollege Pol Espargaro (1:37, 770).

Stefan Bradl aus Zahling, der in Portugal als Vierter knapp einen Podiumsplatz verpasst hatte, kam mit seiner Aprilia in 1:38, 890 Minuten auf den zwölften Platz. Sein Markenkollege Jonas Folger aus Schwindegg landete auf Position 23 (1:39,615).

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