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Julian Simon sichert mit den fünften Saisonsieg vorzeitig den 125er-Titel © xpb.cc

Julian Simon sichert sich mit seinem Sieg auf Phillip Island vorzeitig den Titel in der 125er-Weltmeisterschaft: Bradley Smith und Sandro Cortese auf dem Podium

Julian Simon hat seine erstklassige Saison in der 125er-Weltmeisterschaft mit dem vorzeitigen Titelgewinn gekrönt. Der Spanier siegte nach einem spannenden Duell gegen seinen Titelrivalen und Aspar-Kollegen Bradley Smith mit einem Manöver in der allerletzten Runde und feierte den Titel mit einer großen Show auf der Strecke. Simon schnappte sich eine spanische Flagge und eine Tigermaske und brachte die Massen auf Phillip Island in Wallung.

Bradley Smith musste sich nach einem harten Duell der Aspar-Stallgefährten nicht nur mit Platz zwei im Rennen abfinden, sondern hat nun auch den Kampf um den Titel zwei Rennen vor dem Saisonende endgültig verloren. Hinter dem Briten, der seinem Teamgefährten sofort herzlich gratulierte, fuhr Sandro Cortese als Dritter sensationell auf das Podest.

Eigentlich hatte Cortese sein Rennen bereits am Start versaut. Der Ajo-Pilot fiel beim Sprint zur ersten Kurve von Platz sieben auf Rang 17 zurück und legte anschließend eine unglaubliche Aufholjagd auf den australischen Asphalt. Vorne setzte sich schnell eine Gruppe von sieben Piloten ab, über weite Strecken waren Polemann Pol Espargaro und der überraschend starke Simone Corsi an der Spitze. Das Aspar-Duo hielt sich anfang innerhalb der Gruppe unauffällig zurück.

Während Stefan Bradls Rennen schon nach drei Runden mit einem Sturz endete, fuhr Cortese mit dem Messer zwischen den Zähnen durch das Mittelfeld. Zur Halbzeit hatte er sich bereits an die Spitze der Verfolgergruppe gearbeitet, wenig später ging die rasante Aufholjagd einsam weiter. Cortese legte die schnellsten Runden auf die Bahn und robbte sich im Eiltempo in die Spitzengruppe. Dass die Aufholjagd zum Ende mit dem Podestplatz belohnt wurde, ist mehr als verdient.

Unterdessen hatten Smith und Simon rund fünf Runden vor dem Ende das ultimative Duell eröffnet. Die beiden Aspar-Piloten setzten sich vorne leicht ab. Die Situation war eindeutig: Siegt Simon, ist er Champion, gewinnt Smith, ist der Titelkampf weiterhin offen. Der Spanier ließ seinem britischen Kollegen lange Zeit den Vortritt, nutzte dann jedoch in der allerletzten Runde einen kleinen Schnitzer von Smith und fuhr zum Sieg und zum Titelgewinn.

Hinter den drei Podestbesuchern holten Pol Espargaro, Simone Corsi und Nicolas Terol viele Zähler. Efren Vazquez wurde für ein starkes Rennen mit Rang sieben eigentlich etwas zu wenig belohnt. Andrea Iannone, Marc Marquez und Sergio Gadea komplettierten die Top-10. Für Jonas Folger gab es wieder einmal Zählbares. Der junge Bayer kam nach vielen Mittefeldduellen auf Rang 14 ins Ziel.

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