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Gut erholt und noch besser gefahren: Casey Stoner ist wieder zurück! © Ducati

Casey Stoner hätte nach eigener Aussage ohne Krankheitspause Titelchancen gehabt, aber er blickt nach vorn: "Bereit für den Kampf im nächsten Jahr"

Mit fulminanten Leistungen hat sich Casey Stoner aus seiner Erholungspause zurückgemeldet. Der Australier war bei insgesamt drei Rennen wegen anhaltender Erschöpfungszustände nicht angetreten und nach seiner Rückkehr auf Platz zwei in Estoril und zum Sieg im Heimrennen auf Phillip Island gefahren. Trotz drei Rennen Pause belegt Stoner Rang drei in der Gesamtwertung, nur 37 Punkte hinter Jorge Lorenzo, der immer noch vage Titelhoffnungen hat.

"Es macht keinen Sinn, sich zu überlegen, was hätte sein können", sagt der Champion von 2007. "Man darf nicht in der Vergangenheit leben und daraus Enttäuschungen ableiten. Wir hatten ganz sicher den Speed, um in diesem Jahr um den Titel kämpfen zu können. Vor allem in den fünf Rennen, in denen ich nicht fit war, aber unser Bike siegfähig. Das war hart. Aber nun blicken wir nach vorn und bereiten uns auf einen Kampf im nächsten Jahr vor."

Er sei froh, dass er nun beschwerdefrei in die verbleibenden Läufe der Saison gehen kann. "Endlich kann ich hoffentlich auch mal ohne Verletzung in den Winter gehen und mich gut auf das kommende Jahr vorbereiten, damit wir von Anfang an konkurrenzfähig sind. Das zieht sich dann hoffentlich durch das gesamte Jahr. Die aktuelle Saison war hart. Die möchte ich so schnell wie möglich vergessen."

In der gesamten Ducati-Mannschaft macht sich eine Art Aufbruchstimmung bemerkbar. Der Sieg von Stoner auf Phillip Island hat dem Team einen Schub verliehen. "Wir als Unternehmen haben gezeigt, dass wir auf Schwierigkeiten reagieren können", erklärt Teamchef Livio Suppo in der 'Gazzetta dello Sport'. "Wir sind geschlossen aufgetreten, haben uns von Kritik - auch von unfreundlicher Kritik - nicht beirren lassen."

"Daher hat dieser Sieg auf Phillip Island für uns allergrößte Bedeutung: Es ist einer der wichtigsten Siege aller Zeiten", sagt der Italiener. "Wir bereuen gar nichts. Casey brauchte diese Pause. Wenn er weitergefahren wäre, hätte er womöglich eine schwere Verletzung risikiert. Er hatte das Potenzial, in diesem Jahr den Titel zu holen. Trotz aller Schwierigkeiten war er einer der Großen. Wir schauen nun lieber nach vorne: 2010 wird der Wettbewerb noch härter."

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