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Den Nummer-Eins-Status will Rossi in Sepang zementieren © Yamaha

Das möglicherweise entscheidende Rennen im Kampf um die Weltmeisterschaft steht an, doch Rossi versucht sich davon nicht beeinflussen zu lassen

38 Punkte bei zwei ausstehenden Rennen liegt Valentino Rossi vor seinem Verfolger Jorge Lorenzo und hat damit seinen neunten Weltmeistertitel so gut wie in der Tasche. "Ich hatte auch schon einmal 50 Punkte Vorsprung gehabt, habe dann aber Fehler gemacht. Ich muss einfach so weiterarbeiten, wie am vergangenen Wochenende", versucht es Rossi mit business as usual.

Dennoch weiß der 'Doktor' natürlich, dass er die Konkurrenz am Sonntag endgültig verarzten kann: "Es ist der erste Matchball, um den Weltmeistertitel zu holen. Nach dem Fehler von Jorge in Australien sind wir natürlich im Vorteil. Dennoch werden wir dieses Rennen speziell in den Trainingssessions angehen, wie ein ganz normales Rennen."

Und normalerweise ist Rossi in Sepang stets erfolgreich. Fünf Siege und sieben Podiumsplätze stehen für ihn in den Statistiken der Motorradweltmeisterschaft in Malaysia notiert. "Ich mag diesen Kurs sehr, hatte hier in der Vergangenheit großartige Rennen", bestätigt Rossi.

"In Australien war mein Motorrad schon gut eingestellt und hat im Rennen gut funktioniert. Nun ist es erstmal unser Ziel, für den Sonntag eine gute Einstellung zu finden. Wir haben hier auf dieser Strecke im Winter viel Zeit verbracht, so dass wir diese Strecke gut kennen. Aber das trifft auch auf Jorge (Lorenzo), Dani (Pedrosa) und Casey (Stoner) zu" blickt der amtierende und aller Voraussicht nach auch künftige Weltmeister auf das bevorstehende Wochenende.

Ein Aufguss in der Sepang-Sauna

Die 'Nummer 46' kann vor dem Titel Nummer neun dann aber doch nicht umhin, zuzugeben, dass es am Sonntag weniger um den Grand-Prix-Sieg als vielmehr um den Sieg in der Meisterschaft gehen wird. "Natürlich denke ich nun stärker an die WM als bei anderen Rennen. Sollte Jorge gewinnen, muss ich unter die ersten Vier kommen. Mein Ziel ist es aber, vor Jorge anzukommen und auf das Podium zu fahren", sagte Rossi.

Natürlich wird im Hintergrund trotz aller Erklärungen, es handele sich um ein normales Rennen, bereits an einer rossiesken Siegeszeremonie gebastelt. Schließlich hat der Doktor einen Ruf zu verlieren, wenn es darum geht, den WM-Titel mit ungewöhnlichen Aktionen angemessen zu feiern. "Ja es sind ein paar Freunde Italien hier", bestätigte Rossi viel sagend auf der Pressekonferenz vor dem Sepang-Wochenende.

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