vergrößernverkleinern
So sieht die Moto2 aus, mit der Pons-Kalex in der WM antreten wird © KALEX

Pons Racing und Kalex haben ihre Zusammenarbeit in der Moto2 nun auch offiziell bekannt gegeben - Projekt ist langfristig angelegt

Die Spatzen haben es bereits von den Dächern gepfiffen, nun ist es auch offiziell: Pons Racing und der deutsche Chassis-Hersteller Kalex Engineering haben ihr gemeinsames Moto2-Projekt bestätigt. Die offizielle Präsentation ist für das WM-Saisonfinale vom 5. bis zum 8. November in Valencia angesetzt. Der eine Partner ist Pons Racing, das Unternehmen des zweimaligen 250er-Weltmeisters Sito Pons, der die Erfahrung aus über 28 Jahren an den WM-Strecken dieser Welt mitbringt.

Der andere Partner ist Kalex, ein noch relativ junges Unternehmen, dessen Gründer Alex Baumgärtel und Klaus Hirsekorn aber ebenfalls über langjährige Erfahrung als Ingenieure im Rennsport verfügen. Sie nutzen nun die Chance, mit Pons über die Moto2 in die Motorrad-WM einzusteigen. Die beiden Schwaben haben nicht nur jahrelang für die Holzer-Firmengruppe in der DTM gearbeitet, sondern auch schon Entwicklungsarbeit für große Unternehmen aus der Automobilbranche, der Formel 1 und der Aeronautik geleistet. Zudem ist ihr Unternehmen auf dem Holzer-Gelände in Bobingen angesiedelt und verfügt damit über die Infrastruktur und das Personal für ein WM-Projekt.

Pons Racing hat sich zum Ziel gesetzt, nach dem Wiedereinstieg in die Motorrad-WM zu den Spitzenteams zu gehören. In den vergangenen Monaten haben sich Sito Pons und Chefingenieur Santi Mulero mit mehreren Herstellern getroffen und deren Projekte eingehend studiert. Schließlich entschloss er sich aber, seine Erfahrung zu nutzen, um sein eigenes Projekt zu entwickeln. Deshalb wählte er Kalex als Partner. Die Zusammenarbeit soll weit über die eines Kundenteams und eines Herstellers hinausgehen, Pons-Kalex ist als gemeinsames Projekt angelegt.

"Wir haben mehrere Hersteller besucht und Gespräche geführt, um herauszufinden, was für uns die beste Lösung ist, um den neuen Weg Moto2 einzuschlagen", erklärt Pons. "Bei Kalex haben wir genau das gefunden, das zu uns passt und das wir gesucht haben."

"Wir haben einige interessante Projekte kennengelernt, aber wir wollen nicht einfach nur ein Motorrad kaufen, sondern wir wollen unseren eigenen Prototypen schaffen", fährt der Spanier fort. "Kalex hat das technische Knowhow und die nötigen Einrichtungen für eine erstklassige Fertigung. Sie machen in der Entwicklung den ersten Schritt und wir bringen mit unserer Erfahrung ein Bike auf den Weg, das den Anforderungen auf höchstem Wettbewerbsniveau gerecht wird. Kalex hat das Fachwissen im Ingenieurswesen und wir denken, dass wir wissen, wie man das auf der Rennstrecke am besten umsetzt."

"Das ist kein Projekt, das nur auf ein Jahr angelegt ist", betont Pons. "Wir denken zukunftsorientiert und wir möchten, dass unsere Moto2 stetige Fortschritte macht und weiterentwickelt wird. Wir sehen darin die Basis für die weiteren Zukunftsplanungen, bei denen die MotoGP und die dort in den nächsten Jahren anstehenden Veränderungen eine wichtige Rolle spielen."

"Wir freuen uns sehr, dass wir Pons Racing bei diesem Projekt als unseren Hauptpartner gewonnen haben", erklärt Kalex-Chef Baumgärtel. "Seit wir zum ersten Mal über die Möglichkeit gesprochen haben, in die Moto2 einzusteigen, war für uns klar, dass wir das mit einem Team tun wollen, das die Erfahrung und das Know-How an der Rennstrecke hat, die für eine solche Unternehmung essenziell sind. Bei Pons haben wir genau das gefunden, was wir gesucht haben. Die Kombination aus unserem Know-How in der Rennsport-Entwicklung und aus der WM-Erfahrung von Pons Racing ist eine fantastische Kombination, die alle Zutaten hat, die es braucht, um Erfolg zu haben."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel