vergrößernverkleinern
Darf Ben Spies auch am Sonntag jubeln? Die Vorzeichen stehen nicht schlecht... © Yamaha

Herausforderer Ben Spies brachte sich in Portimão in die bestmögliche Ausgangslage: Pole-Position für den Yamaha-Vertreter - Noriyuki Haga nur Zehnter

Fast zwei Trainingstage lang versteckten sich die Favoriten im Feld, doch als die Karten in der Superpole-Session auf den Superbike-Tisch gelegt werden mussten, hatte einzig Ben Spies (Yamaha) Trumpf auf der Hand: Der US-Amerikaner schlug der Konkurrenz um WM-Rivale Noriyuki Haga (Ducati) einmal mehr ein Schnippchen und sicherte sich in Portugal die zwölfte Pole des Jahres.

Spies überstand die mehrstufige Superpole-Einheit problemlos und markierte in der entscheidenden Teilsitzung souverän die Bestzeit. An seinen Portimão-Umlauf von 1:42.412 Minuten kam kein Rivale mehr heran - am Ende sollte Yamaha-Pilot Spies satte 0,584 Sekunden Vorsprung auf Shane Byrne (Ducati) herausgefahren haben. Michel Fabrizio (Ducati) war als Dritter um 0,603 Sekunden distanziert.

Auch der in den beiden Qualifyings so souverän auftretende Jonathan Rea (Honda) hatte Spies in der Superpole von Portugal nichts mehr entgegen zu setzen. Der Brite registrierte eine Rundenzeit von 1:43.126 Minuten und musste sich damit in die Riege der Geschlagenen einreihen, die in Einheit drei von Leon Haslam (Honda), Max Biaggi (Aprilia), Fonsi Nieto (Ducati) und Troy Corser (BMW) komplettiert wurde.

Und wo war Haga abgeblieben? Der japanische WM-Spitzenreiter tat sich am Nachmittag sichtlich schwer, mit seinem Bike auf Geschwindigkeit zu kommen und haderte augenscheinlich mit dem Gripniveau seiner Ducati. Das Resultat: Haga musste vorzeitig zusammenpacken, denn seine Zeit von 1:43.377 Minuten reichte nicht für den Einzug in das Finale der Top 8: Startplatz zehn für den Topfavoriten.

Damit steht den Fans an der Algarve ein spannender Titelshowdown ins Haus, denn Yamaha-Speerspitze Spies liegt vor den beiden letzten Rennen des Superbike-Jahres zehn Punkte hinter Ducati-Frontmann Haga zurück - und der Japaner ist in Zugzwang, will er nicht riskieren, auf den letzten Metern der Saison doch noch abgefangen zu werden. Polesetter Spies hat seine Mission vorerst erfüllt...

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel