vergrößernverkleinern
Für Stefan Bradl und Jonas Folger hatte der Grand Prix in Sepang kein Happy End © Kiefer

Ein Highsider von Daniel Webb riss Stefan Bradl früh aus dem Rennen - Jonas Folger stürzte nach einer Kollision mit Marc Marquez

Es hätte so schön sein können. Nach einem bis dahin total verkorksten Rennwochenende erwischte Stefan Bradl beim Großen Preis von Malaysia einen blendenden Start. Innerhalb weniger Kurven machte der Aprilia-Pilot, der nach einem Sturz in der Qualifikation nur als 19. gestartet war, über zehn Plätze gut und befand sich zur Mitte der ersten Runde bereits in den Top Ten. Doch dann kam es zu einem Unfall. Daniel Webb erlitt unmittelbar vor Bradl einen Highsider.

"Ich konnte nicht mehr ausweichen und stürzte über sein Motorrad. Ich hatte keine Chance", sagte Bradl anschließend. Dabei ging das Rennen für ihn so gut los. "Mein Start war, wie auch schon im Warmup, hervorragend. Dazu haben wir auch einen anderen Reifen probiert. Der war auch optimal und ich habe an meinem Fahrstil etwas geändert. Das alles waren ganz positive Dinge, die sich die ersten Kurven auch sehr gut auswirkten."

Am Ende stand Bradl dennoch mit leeren Händen da. Die Ernüchertung über das insgesamt enttäuschende Wochenende in Sepang war ihm deutlich anzumerken. "Es ist zum Heulen", gab Bradl zu. Pflichtgemäß fügte er aber sogleich an: "Als nächstes kommt das Rennen in Valencia und dort werde ich noch mal alles geben." Den Malaysia-Trip will er aber möglichst schnell vergessen. "Ich bin jetzt froh, dass ich nach Hause darf."

Ähnlich erging es nach dem Rennen auch Jonas Folger. Von Platz zehn aus gestartet, hielt sich der Youngster von Beginn an im Spitzenfeld auf. In den Kurven war er schneller als die meisten seiner unmittelbaren Konkurrenten. Auf den Geraden jedoch hatte Folger unter den Leistungsnachteilen seiner Kunden-Aprilia zu leiden. So war unter anderem KTM-Pilot Marc Marquez beim Geradeausfahren deutlich schneller als Folger.

Folger sieht die Schuld bei Marquez

Zu Beginn der zehnten Runde hatte sich Folger mal wieder beim Anbremsen an seinen Konkurrenten vorbeigemogelt. Doch Marquez gab nicht nach und es kam zur Kollision. "Ich habe mich außen vorbeigebremst und war schon wieder auf der Ideallinie", sagte Folger. Aus seiner Sicht hätte Marquez "zurückstecken müssen". Stattdessen habe dieser "nochmal Gas gegeben. Dann haben wir uns berührt".

Folger hatte kein Verständnis für Marquez' Hartnäckigkeit und unterstellte diesem Leichtsinnigkeit: "Das verstehe ich nicht, weil er hat doch schon ein Jahr Erfahrung." Glücklicherweise hat sich Folger bei dem Sturz nicht schwer verletzt. "Ich habe mich nur etwas verbrannt, da die Hand im Lenker eingeklemmt worden ist. Aber das ist nicht weiter schlimm."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel