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Yamaha-Pilot Ben Spies sicherte sich im Debütjahr den Superbike-WM-Titel © Yamaha

Yamaha-Pilot Ben Spies drehte die WM noch am letzten Wochenende zu seinen Gunsten und ist der neue Superbike-Weltmeister: "Ein spektakulärer Tag"

Das Yamaha-Märchen ist perfekt: Nur wenige Stunden, nachdem sich Valentino Rossi in Malaysia den Titel in der MotoGP gesichert hatte, legte Ben Spies in der Superbike-WM nach. Der junge US-Amerikaner raste im ersten Rennen zum Sieg und begnügte sich in Lauf zwei mit dem fünften Rang. Damit hatte er den Rückstand wettgemacht und Rivale Noriyuki Haga den WM-Titel noch entrissen.

"Ich muss mich bei Yamaha bedanken, dass sie mir das Bike zur Verfügung gestellt haben, das ich zum Siegen brauchte", so Spies nach seiner Triumphfahrt von Portimão. "Wir hatten ein richtig gutes erstes Rennen. Im zweiten Lauf haben wir dann nur das getan, was wir zum Gewinnen tun mussten. Es war sehr schwierig, den Überblick zu behalten, denn die Geschwindigkeit war sehr hoch."

"Ich sah einige Leute hinter mir und wusste, dass ich auf Rang sechs einlaufen musste, wenn Nori gewinnen würde. Und genau an dieser Position lag ich. Ich versuchte daher, eine kleine Lücke aufzumachen, um mich aus allem Ärger herauszuhalten. Max schlüpfte innen an mir vorbei und schoss gleich mehrmals in den Kurven geradeaus. Das hat mich tierisch genervt", sagt Spies.

"Ich überholte ihn schließlich und beschloss das Rennen mit einigen schnellen Runden. Es war ein spektakulärer Tag und ich kann den hinter mir stehenden Leuten gar nicht genug danken. Es ist einfach unglaublich, es für Yamaha gepackt zu haben - noch dazu in meinem ersten Jahr in dieser Serie", gibt Spies zu Protokoll. Und die Bilanz des Yamaha-Youngsters ist beeindruckend.

Auf seinem Weg zum Titel setzte Spies als Superbike-WM-Debütant immer neue Bestmarken und hat bei Saisonende 14 Rennerfolge, elf Pole-Positions und 462 Punkte auf seinem Konto - eine mehr als außergewöhnliche Bilanz. "Ich habe noch nicht wirklich erfasst, was da passiert ist", erklärt Spies abschließend. "Ich bin aber sicher, dass ich es in den kommenden Tagen realisieren werde."

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