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Valentino Rossi kostete die Feierlichkeiten in Sepang in vollen Zügen aus © Yamaha

Die gesamte Yamaha-Führungsetage schließt sich dem Siegestaumel von Valentino Rossi an - Zukunft vorerst nicht auf vier Rädern?

Mit seinem dritten Platz in Malaysia hat sich Valentino Rossi zum neunten Weltmeistertitel gefahren. Rein statistisch hat der "Doktor" somit in der Gesamtzahl der Titel zu Mike Hailwood und Carlo Ubbiali aufgeschlossen, einzig der legendäre Giacomo Agostini ist mit seinen 15 WM-Triumphen immer noch außer Reichweite. In der Zahl der Grand-Prix-Siege fehlen Rossi (103) allerdings nur noch 19 auf den Rekord seines Idols (122).

"Valentino zu Yamaha zu holen, war wahrscvheinlich die beste Entscheidungen aller Zeiten", jubelt Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis, nachdem sich Rossi seit seiner Verpflichtung 2004 bereits den vierten Titel holte. "Ich bin sehr froh, dass er nun mit uns mehr Titel gewonnen hat als mit allen anderen Herstellern. Wir sind alle zusammen ein tolles Team. Kompliment an Vale und seine Mannschaft." Er sei froh, dass es im internen Duell gegen Jorge Lorenzo fair und ohne Zwischenfälle zugegangen sei.

Yamaha-Technikchef Masoa Furusawa ergänzt: "Valentino hilft uns in vielerlei Hinsicht, nicht nur bei der Entwicklung des Bikes und beim Setup. Er gibt uns auch immer wieder philosophische Hinweise. Wir sind - trotz des Altersunterschiedes - wirklich gute Freunde." Diese Freundschaft wird 2010 andauern, denn der Vertrag des Italieners gilt noch für das kommende Jahr. Aus Yamaha-Sicht würde man Rossi gern noch länger halten. Aber ob dies möglich sein wird?

"Ich kann Valentino nicht überreden, weiter Motorradrennen zu fahren. Das liegt ganz an ihm", sagt Jarvis. "Aber ich werde alles dafür tun, dass falls er weitermacht, er es mit Yamaha machen wird. Er hat gesagt, dass er sich Mitte kommenden Jahres entscheiden wird. Hoffentlich bleibt er uns erhalten. Er ist ein toller Botschafter." Rossi hatte mehrfach angedeutet, dass er sich ab 2011 eine Karriere im Rallyesport vorstellen könnte.

Angeblich hat der MotoGP-Superstar bei Ferrari um einen weiteren Formel-1-Test angefragt. Als ernsthafte Option kommt die Königsklasse allerdings wohl kaum in Betracht. "Wenn ich mit 31 Jahren aufhöre: Was soll ich denn dann den ganzen Tag lang tun? Den Rasen mähen?", fragt der Champion in der Zeitung 'La Stampa'. Er werde sicherlich ab 2011 nicht auf der faulen Haut liegen. "Ich kann bestimmt noch fahren bis ich 33 oder 34 bin." In der 'Gazzetta dello Sport' wurde er zitiert: "Wenn ich jetzt entscheiden müsste, würde ich sofort für zwei weitere Jahre unterschreiben."

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