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Dani Pedrosa hatte seinen Teamkollegen Andrea Dovizioso bislang meist im Griff © Bridgestone

Dani Pedrosa traut der Honda-Werksmannschaft den Sprung nach vorne zu: Wenn nicht, dann folgt 2011 wohl der Abschied

Dani Pedrosa hat ganz große Ziele. Der kleine Spanier möchte den Gipfel der MotoGP erklimmen und sich als Weltmeister feiern lassen. Fraglich ist angesichts der Leistungen 2009 allerdings, ob ihm dies im kommenden Jahr mit Honda gelingen kann. Das japanische Werksteam konnte im Vergleich zum Vorjahr kaum Fortschritte aufweisen. Gegen Yamaha und Ducati war man in den meisten Fällen chancenlos.

Noch vor wenigen Wochen standen bei Pedrosa die Zeichen auf Trennung. Der 23-Jährige hatte angeblich ein millionenschweres Angebot von Ducati auf dem Tisch. Aber die Gefahr - ähnlich wie Marco Melandri 2008 oder Nicky Hayden 2009 - im Schatten des übermächtigen Casey Stoner unterzugehen sowie die Loyalität zu Honda hielten den Spanier für ein weiteres Jahr in der japanischen Werksmannschaft.

"Ich habe seit vielen Jahren eine hervorragende Beziehung zu Honda", sagt Pedrosa. "Ich bin der Ansicht, dass wir uns gegenseitig noch eine weitere Chance einräumen sollten. Ich bleibe bei Honda, weil ich davon überzeugt bin, dass sie sich steigern können." Der aktuell Vierte der Gesamtwertung ließ sich das Entwicklungsprogramm für 2010 detailliert erläutern, sofort begannen beispielsweise Tests mit Öhlins-Dämpfern.

"Erst die Zukunft wird uns zeigen, ob der Sprung nach vorne gelingt. Wenn es nicht möglich ist, mir ein herausragendes Bike zu geben, dann werde ich für die Zukunft andere Optionen in Betracht ziehen", macht Pedrosa noch einmal Druck. "Im Moment glaube ich noch an Honda." Nicht nur an der RC212V wird gearbeitet, sondern der Spanier selbst arbeitet auch an sich. Nach vielen Trainings bei nassen Bedingungen konnte Pedrosa in Sepang erstmals im Regen auf das Podium fahren.

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