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Nicky Hayden sieht die letzten Rennen des Jahres als gute Vorbereitung für 2010 © xpb.cc

Nicky Hayden im exklusiven Interview über seine erste Saison bei Ducati, die eingeschränkten Wintertests und MotoGP-Neuling Ben Spies

Der 28 Jahre alte US-Amerikaner Nicky Hayden - wegen seines smarten Auftretens oftmals als Liebling aller Schwiegermütter bezeichnet - kommt als WM-13. zum Saisonfinale nach Valencia. Um noch in die Top 10 der Gesamtwertung vorzustoßen, müsste er im letzten Rennen des Jahres zwölf WM-Zähler mehr als seine Konkurrenten sammeln.

Diese schier unmögliche Aufgabe ist sicherlich mit ein Grund, warum sich "The Kentucky Kid" über seine Endplatzierung in der Weltmeisterschaft 2009 keine Gedanken mehr macht und die letzten Rennen bereits zur Vorbereitung für 2010 heranzieht. Im exklusiven Interview mit 'Motorsport-Total.com' erläutert Hayden, weshalb er im Endspurt der Saison vorausschauend fährt.

Frage:

"Aber jetzt bin ich um einiges konkurrenzfähiger. Mir ist aber auch klar, dass wir uns noch deutlich steigern müssen. Wir haben eine gute Richtung gefunden und es sind auch Fortschritte zu erkennen. Daher traue ich mich zu sagen, dass ich mich um einiges besser fühle."

Frage:

"Darüber bin ich sehr glücklich! Jetzt liegt es aber an mir, hinauszufahren und zu bestätigen, dass ich diesen Job verdiene. Gleichwohl bin ich aber auch sehr dankbar dafür."

Der Blick richtet sich auf 2010

Frage:

"Es war eine harte Saison, denn immer wenn wir dachten, in Schwung gekommen zu sein, wurden wir durch eine unglückliche Situation zurückgeworfen. Wir dürfen aber deswegen nicht den Kopf hängen lassen, sondern wir müssen unsere Blicke nach vorne richten. Im Nachhinein darüber zu reden schmerzt natürlich. Jetzt hilft nur noch, es beim nächsten Mal einfach besser zu machen."

Frage:

Hayden hofft auf einen versöhnlichen Saisonabschluss

Frage:

"Es wird aber gewiss nicht einfach werden. Zudem möchte ich auch erwähnen, dass ich die letzten Rennen schon als Vorbereitung für nächstes Jahr betrachte. Trotzdem möchte ich diese Saison unbedingt mit einem weiteren guten Ergebnis beenden. Das wäre sicherlich schon auf Phillip Island möglich gewesen, wo ich wirklich gut in Schuss war."

"Ich hatte dort gewiss die Chance auf eine Top-10-Platzierung, zumindest aber wohl auf WM-Punkte. So wie diese Saison für uns verlaufen ist, kann ich aber sehr gut damit leben. Wie schon gesagt, möchte ich auch das letzte Rennen bereits zur Vorbereitung für die kommende Saison heranziehen."

Der Rennfreitag als Knackpunkt

Frage:

"Was ich unbedingt an mir verbessern möchte, ist, schon am Freitag richtig schnell zu sein. In dieser Saison habe ich am Freitag hier angefangen (zeigt mit dem Daumen nach unten; Anm. d. Red.), und wurde dann am Samstag etwas schneller."

"Sonntags, wo ich in den meisten Fällen nicht schlecht war, musste ich dann aber immer von zu weit hinten starten. So war es nur schwer möglich, auf Anhieb einen guten Rhythmus zu finden. Hoffentlich gelingt es mir im zweiten Jahr bei diesem Team, in diesem Bereich einen wirklich großen Fortschritt zu erzielen."

Hayden: Mehr Tests erwünscht

Frage:

"Nach den vielen Reisen - speziell am Ende der Saison - braucht man eine gewisse Zeit, um ausspannen und abschalten zu können. Ich werde dabei viel Zeit mit meiner Familie verbringen und sicher auch mit meinen Freunden. Es macht einfach Spaß, auch einmal nur herumzuhängen."

"Die Wintermonate sind aber auch dazu da, um die körperliche Fitness wieder auf Vordermann zu bringen. Zudem wird es sicher einige PR-Events geben. Vor allem denke ich da an den Januar, wo die Saison für uns eigentlich wieder beginnt - mit einem PR-Termin nach dem anderen. Und Anfang Februar stehen schon die ersten Tests im Kalender."

Frage:

Die Erwartungen an Ben Spies sind groß

Frage:

"Die MotoGP ist ein sehr schmaler Grat, mit all den Jungs, die hier fahren. Aber er wird sich dieser Herausforderung ganz bestimmt gut stellen. Ich finde sein Kommen perfekt. Es kann auch nur positiv sein, je mehr US-Amerikaner in der MotoGP vertreten sind. Das hilft dabei, die Serie in den USA noch mehr aufzuwerten."

Frage:

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