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Wie schon am Sachsenring konnte Marcel Schrötter in Valencia überzeugen © xpb.cc

Weltmeister Julian Simon fährt im ersten Freien Training auf Rang eins - Wild-Card-Pilot Marcel Schrötter beeindruckt mit Platz drei

Julian Simon fuhr im ersten Freien Training zum Großen Preis von Valencia zwar die schnellste Zeit (1:42.536 Minuten), aber der Mann des Tages war ein deutscher Wild-Card-Pilot: Marcel Schrötter war nur zwei Zehntelsekunden langsamer als der Weltmeister und belegte am Ende einen starken dritten Rang (1:42.747). Schrötter drehte insgesamt 30 Runden in der einstündingen Trainingseinheit und war damit der fleißigste aller 36 Fahrer.

Die wenigsten Runden des Tages waren Jonas Folger vergönnt. Folger musste seine Aprilia bereits nach fünf Minuten mit einem technischen Defekt neben der Strecke abstellen. "Das Motorrad ist beim Warmfahren ausgegangen. Wahrscheinlich war etwas an der Elektronik", sagte er gegenüber dem 'DSF'. 13 Minuten vor dem Ende des Trainings konnte Folger seine Box endlich wieder verlassen und immerhin noch zwölf Runden drehen. Am Ende reihte er sich auf Platz 23 (1:44.554) ein.

Bei 19 Grad Celsius und Sonnenschein absolvierten Sandro Cortese und Stefan Bradl ein unauffälliges Training. Cortese belegte schlussendlich den neunten Platz (1:43.644), Bradl landete drei Plätze weiter hinten (1:43.786). Für Bradl ist das Wochenende in Valencia seine persönliche Abschiedsvorstellung in der 125er-Klasse. Er wird 2010 in der neuen Moto2-Kategorie starten. "Es ist etwas besonderes zum letzten Mal Zweitakter zu fahren", sagte Bradl vor dem Training.

Schrötter steht dagegen noch am Anfang seiner Karriere in der Weltmeisterschaft. Bei windigen Verhältnissen hielt er sich konstant im oberen Drittel des Zeitentableaus auf und hielt zehn Minuten lang sogar die Bestzeit. Doch knapp vier Minuten vor dem Ende des Trainings verdrängte Nicolas Terol (1:42.729) den jungen Deutschen von der Spitze. Kurz darauf rückte Weltmeister Simon die Verhältnisse aus seiner Sicht zurecht. Dessen Aspar-Teamkollege Sergio Gadea landete trotz eines Sturzes in der Schlussphase der Session auf Platz vier (1:42.925).

"Es war aufgrund des Windes nicht leicht", sagte Überraschungsmann Schrötter anschließend. "Aber die Maschine ging gut." Seine Honda, die von Mechaniker-Legende Sepp Schlögel vorbereitet wird, war trotz der auf den Geraden überlegenenen Aprilia-Maschinen absolut konkurrenzfähig. "Morgen ist wieder alles drin. Aber es ist ziemlich windig. Das macht alles unberechenbar, wie Regen", so Schrötter abschließend.

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