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Hector Barbera feierte den letzten Sieg in der 250er-Klasse © pacepix.com

Was für ein letztes Rennen der 250er-Klasse: Hiroshi Aoyama holt sich mit Platz sieben den Titel - Marco Simoncelli stürzt - Hector Barbera siegt

Mit einem unfassbaren Spektakel feierte man den Abschied von der 250er-Klasse in Valencia. Eines vorweg: Der neue Weltmeister heißt Hiroshi Aoyama. Der Japaner fuhr in einem ereignisreichen Rennen auf den siebenten Platz und holte sich somit die Krone. Doch es war spannend. Marco Simoncelli führte das Rennen lange Zeit an, Aoyama lag weit zurück. "Ich muss einfach nur gewinnen", hatte Simoncelli seine Taktik vorher erklärt.

Der Italiener war auf dem besten Weg dorthin. Am Start hatte sich zunächst Hector Barbera in Front gesetzt. Thomas Lüthi, Aoyama, Jules Cluzel und Alvaro Bautista waren die schnellsten Verfolger. Der amtierende Champion, der nach dem Verletzungspech von Alex Debon die Pole-Position geerbt hatte, kam nur als Achter aus der ersten Runde zurück.

Es folgte die große Aufholjagd von Simoncelli. In Runde acht ging der Italiener an seinem japanischen WM-Rivalen vorbei, wenig später zog er in Führung. Während sich Simoncelli vorne mit aller Macht absetzen wollte, kam Aoyama in arge Probleme. Nach einem Fehler beim Anbremsen der ersten Kurve musste der Japaner durch den Kies - Platz elf! Zu diesem Zeitpunkt hätte Aoyama den Titel um einen Punkt gewonnen.

Doch es kam noch einmal anders. Der Honda-Pilot konnte von den Ausrutschern von Cluzel und Mike di Meglio profitieren und kam in der Rangfolge wieder weiter nach vorne. An der Spitze spürte Simoncelli plötzlich den Druck von Barbera, der Italiener fuhr auf der allerletzten Rille. Es reihten sich einige brenzlige Situationen aneinander.

In Runde 21 war es soweit. "Der Wind sorgte dafür, dass ich in Kurve eins beim Anbremsen weit heraus kam", beschreit Simoncelli. "Ich musste kurz von der Ideallinie, hatte schmutzige Reifen und dann ist es passiert." Der bis dahin amtierende Champion rutschte über das Vorderrad in der zweiten Ecke ins Kiesbett. "Ich habe mein Bestes gegeben. Ich kann auf die Saison durchaus stolz sein", sagt Simoncelli, der sogar noch Platz zwei in der Gesamtwertung verlieren sollte.

Hector Barbera fuhr einen sicheren Sieg über den Zielstrich und zieht im Klassement somit noch an Simoncelli vorbei. Die Spanier auf den Zuschauerrängen jubelten lautstark. Nach Julian Simon bei den 125ern durften sie bereits den zweiten spanischen Sieg des Tages feiern. Alvaro Bautista machte mit Rang zwei einen spanischen Doppelerfolg perfekt. Auf Rang drei freute sich Raffaele de Rosa, Thomas Lüthi fuhr wie schon in Malaysia auf den starken vierten Rang.

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