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Daniel Pedrosa war nach dem Crash von Casey Stoner nicht zu schlagen © Honda

Casey Stoner wirft den Valencia-Sieg schon vor dem Start weg - Dani Pedrosa siegt souverän vor den beiden Yamaha-Piloten

Was für ein Drama in Valencia! Noch vor dem Start passierte es in der Aufwärmrunde: Highsider von Casey Stoner! Das Rennen war für den Dominator aller Valencia-Sessiosn damit gelaufen - unfassbar. Die Fans schauten ungläubig auf den Australier im Kiesbett. Stoner rannte kopfschüttelnd an die Box zurück. Möglicherweise war ein technischer Fehler an der Ducati für den Abflug verantwortlich, das Team prüft die Maschine.

Unterdessen schaute sich Dani Pedrosa kurz vor dem Start irritiert um: kein Stoner ist Sicht. Also nutzte der Spanier seine Chance, schoss beim Start sofort nach vorne und fuhr anschließend einen souveränen Sieg nach Hause. Die 94.177 Zuschauer in Valencia erlebten somit eine perfekte Party zum Saisonabschluss. Beim Finalwochende gab es in drei Rennen drei spanische Sieger!

Hinter Pedrosa konnte sich in den ersten beiden Runden Toni Elias noch einmal weit vorne präsentieren, doch der Spanier wurde schnell von Jorge Lorenzo und Valentino Rossi abgefangen. Während der Honda-Pilot, der als Valencia-Spezialist gilt, an der Spitze bereits ein Polster von rund drei Sekunden herasgefahren hatte, behakelten sich die beiden Yamaha-Stars.

Lorenzo wollte seine zweite Position mit aller Macht verteidigen, machte jedoch einen Fehler, rettete sich gerade eben noch im Sattel und musste Rossi anschließend ziehen lassen. Im Respektabstand von ein bis zwei Sekunden folgte er dem Weltmeister schließlich, eine Schlussattacke brachte keinen Erfolg mehr. Pedrosa sicherte sich also den Sieg vor Rossi und Lorenzo.

Dahinter zeigte Colin Edwards eine bärenstarke Leistung. Gegen die "Aliens" (O-Ton Edwards) an der Spitze konnte der Amerikaner nichts ausrichten, aber locker auf Platz vier fahren. Am Ende strahlte Edwards, denn ausgerechnet sein zukünftiger Teamkollege Ben Spies hatte beim ersten Auftritt Rang sieben von Andrea Dovizioso geschnappt. Konsequenz: Edwards liegt in der Endabrechnung vor dem italienischen Honda-Piloten auf Platz fünf.

"Ich habe es verdient", meinte Edwards nach dem Rennen. "Ich habe das ganze Jahr über hart gearbeitet." Für seine harte Arbeit belohnt wurde auch Nicky Hayden. Der Ducati-Pilot sicherte sich nach einer starken Fahrt Platz fünf im letzten Saisonrennen. Elias fuhr in seinem letzten Rennen für Gresini-Honda einen guten sechsten Rang ein, gefolgt vom sensationellen Spies und Dovizioso.

Mika Kallio brachte als Neunter ein soliden Abschluss seines Rookie-Jahres. Die Honda-Piloten Alex de Angelis und Randy de Puniet wurden im Verlauf des Rennens auf die Plätze zehn und elf durchgereicht. James Toseland fuhr sich in einem wenig spektakulären Rennen nur auf Platz zwölf - somit satte fünf Plätze hinter seinem Nachfolger bei Tech-3-Yamaha, Ben Spies.

Aleix Espargaro hielt auf Platz 13 die beiden Suzukis von Loris Capirossi und Chris Vermeulen in Schach. Gabor Talmacsi schrammte knapp an Punkten vorbei, Marco Melandri wurde nach einem zwischenzeitlichen Ausritt Letzter. In der Gesamtwertung gab es neben der Entscheidung im Kampf um Platz fünf noch weitere wichtige Ergebnisse: Pedrosa schob sich durch den Sieg an Stoner vorbei auf Rang drei, Lorenzo sicherte den Vizetitel endgültig.

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