vergrößernverkleinern
Pech für Casey Stoner: Nicky Hayden war ein Ducati-Einzelkämpfer in Valencia © Ducati

Casey Stoner ist wegen zu geringer Reifentemperatur in der Aufwärmrunde abgeflogen, Nicky Hayden bringt einen soliden fünften Platz ins Ziel

Kalte Reifen führen zu heißen Szenen. Als sich Casey Stoner bereits in der Aufwärmrunde per Highsider aus der Entscheidung in Valencia katapultierte, waren die Reifen daran schuld. Das ist zumindest die offizielle Version des Teams. "Natürlich ist das ein enttäuschendes und frustrierendes Ende der Saison", gibt der Australier zu Protokoll. "Wir haben somit eine neue Lektion für die kommende Saison gelernt. Diese Aufärmstrategie fahre ich seit zwei Jahren. Besser, es passiert hier als im ersten Training in Katar."

Stoner sieht die positiven Aspekte der vergangenen Wochen. Auch in Valencia habe man unterstreichen können, dass man für die Zukunft gut aufgestellt sei. "Wenn wir im Winter gut arbeiten, dann sollten wir stark sein. Ich freue mich nun auf die drei Testtage und anschließend werde ich an meiner körperlichen Fitness arbeiten, die ich eine Zeit lang etwas vernachlässigt hatte. Das kommende Jahr wird bestimmt anstrengend, aber ich werde vorne mitkämpfen."

"Ich möchte mich beim Team bedanken. Sie haben mir ein Bike gegeben, welches immer konkurrenzfähig war. Die haben dafür gesorgt, dass nach meiner Rückkehr alle Zylinder unter Volldampf standen", sagt Stoner, der durch den Ausfall noch Rang drei in der Gesamtwertung verloren hat. "Persönlichen Dank möchte ich Livio Suppo aussprechen, der uns verlassen wird. Danke für die Unterstützung seit ich bei Ducati bin und auch während der schwierigen Momente in dieser Saison."

Während Stoner das Kuriosum seines frühen Ausfalls erklären musste, saß Teamkollege Nicky Hayden vergleichsweise erfolgreich im Sattel der GP9. "Es wäre vielleicht sogar noch besser gegangen, aber mein Start war übel", sagt der Amerikaner nach Platz fünf. "Mit schleifender Kupplung habe ich ein paar Plätze verloren. Danach habe ich alles gegeben, um noch an Colin Edwards heranzukommen. Das Bike lief gut. Aber immer, wenn ich ein oder zwei Zehntelsekunden aufholte, hatte er eine passende Antwort."

Er habe zwar am Ende Probleme in Linkskurven bekommen, aber doch viel Spaß gehabt. "Das Ergebnis ist kein Traum, aber immerhin waren wir nun zweimal in Folge in den Top 5. Wir kennen die Richtung, in die wir im Winter arbeiten müssen. Die Saison war nicht berauschend von den Ergebnissen her, aber die Steigerung war toll. Das stimmt mich zuversichtlich. Ich bin in der Gesamtwertung auf Platz 13. Das sieht übel aus, aber ich bin nur elf Punkte vom Siebten entfernt und bin dreimal unverschuldet in der ersten Runde ausgefallen."

"Morgen startet die neue Saison", blickt Hayden bereits auf 2010. "Ich kann es kaum erwarten, wieder an die Arbeit zu gehen. Es wird Veränderungen im Team geben, einige Leute werde ich bestimmt vermissen. Ich möchte ihnen danken, aber - es klingt nach einem abgedroschenen Spruch, aber es ist wirklich so - Ducati ist wie eine Familie. Ich möchte die neuen Leute schon einmal herzlich willkommen heißen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel