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Bradley Smith möchte von den 2009 gewonnen Erfahrungen profitieren © Aspar

Bradley Smith zieht nach dem Valencia-Rennen ein gemischtes Fazit - Der Aspar-Pilot hat in der Saison 2009 viel gelernt

Obwohl der Ausgang der Weltmeisterschaft bereits vorher entschieden war, lieferten sich die beiden Aspar-Piloten Julian Simon und Bradley Smith beim letzten Rennen der Saison 2009 in Valencia ein spannendes Rennen. Smith ging direkt nach dem Start in Führung und behauptete diese bis fünf Runden vor Schluss. Nach einem Fahrfehler schlüpfte Simon, der ihm rundenlang wie ein Schatten verfolgte, vorbei. Der Weltmeister konterte in der letzten Runde zwei Überholmanöver des Briten und fuhr schließlich seinen siebten Saisonsieg ein.

Smith fuhr als Zweiter zwar seinen sechsten Podestplatz in Folge ein, verlor aber auch zum dritten Mal nacheinander gegen seinen Teamkollegen den Kampf um den Sieg. Entsprechend enttäuscht war Smith nach dem Rennen. "Als Zweiter ist man der erste Verlierer", sagte er gegenüber 'Motor Cycle News'. "Also müssen wir darüber nachdenken, wie wir in der kommenden Saison einen Schritt nach vorne machen können."

Jedoch konnte Smith dem abschließenden Rennen der Saison auch etwas Positives abgewinnen. "Immerhin hatten wir heute ein großartiges Rennen. Aufgrund des Windes war es schwierig sich zu konzentrieren. Vier Runden vor Schluss wurde ich beinahe vom Motorrad geweht. Dann habe ich versucht wieder an Julian heranzukommen und wir hatten ein aufregendes Duell in der letzten Runde."

"Die Tatsache, dass Julian und ich einen Doppelsieg holten, ist gut für das Team", fuhr Smith fort. Grundsätzlich habe das Aspar-Team ein tolles Jahr 2009 gehabt. So belegten Simon, Smith und der dritte Fahrer Sergio Gadea die Plätze eins, zwei und fünf in der Fahrerwertung. "Es war ein fantastisches Jahr, in dem ich jeden Moment genossen habe. Speziell die letzten drei Rennen mit diesen unglaublichen Zweikämpfen."

Smith hat viel gelernt

Smiths persönliche Bilanz gegen Simon fällt allerdings negativ aus. Der Brite kam nur viermal vor dem Spanier ins Ziel und gewann dabei zwei Rennen. Simon feierte insgesamt sieben Siege und holte 65,5 Punkte mehr als Smith. "Durch die Kämpfe mit Julian habe ich viel an Erfahrung gewonnen", findet er. "Jetzt verstehe ich das Verhalten des Motorrads viel besser."

"Ich kann viel Positives aus dieser Saison mitnehmen", findet Smith. "Ich habe vor allem sehr viel im taktischen Bereich gelernt." Dieses dazugewonnene Wissen gilt es im kommenden Jahr umzusetzen. Ob er dann erneut gegen Simon antreten wird, ist allerdings noch unklar. Der 125er-Weltmeister steigt in die Moto2-Klasse auf. Smith weiß dagegen noch nicht, in welcher Kategorie er starten wird.

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