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Ben Spies war am Rennsonntag gleich mittendrin im MotoGP-Feld © Yamaha

Laut Ben Spies sei es ihm freigestellt gewesen, ob er in der Superbike-WM bleibt oder in die MotoGP wechselt - Yamaha sei über den Wechsel erleichtert

Am vergangenen Wochen gab Ben Spies in Valencia sein MotoGP-Debüt für Yamaha. Seinen siebten Platz im Rennen bewertete der US-Amerikaner ebenso hoch wie einen Sieg bei den Superbikes. "Top-10 ist gut, ein tolles Wochenende. Hier fahren immerhin die schnellsten Jungs der Welt", sagte der Superbike-Weltmeister nach dem Rennen.

Der Wechsel von den Superbikes in den Grand-Prix-Sport vollzog sich für Spies nun doch schneller als erwartet. Im Spätsommer hieß es noch, er starte für Yamaha noch ein weiteres Jahr in der Superbike-WM, um dann 2011 in die MotoGP zu wechseln. Doch am Rande des Rennwochenendes in Valencia verriet Spies, dass ihm Yamaha bei der Entscheidung über einen Wechsel freie Hand gelassen habe.

"Zur Saisonmitte habe ich gedacht: 'Wenn ich die Meisterschaft nicht gewinne und bei den Superbike bleibe, nur um Meister zu werden, verliere ich ein weiteres Jahr für den Grand-Prix-Sport'", so Spies gegenüber 'GPWeek'. "Also habe ich Lin [Jarvis; Yamaha-Rennleiter; Anm. d. Red.] angerufen und gesagt, dass ich bereit für den Wechsel in die MotoGP bin. Sie waren erleichtert, denn sie wollten, dass ich das sage."

Der Umstieg auf die Yamaha M1 ist Spies zunächst nicht leicht gefallen. "Ich bin das Superbike erst anderthalb Wochen zuvor zum letzten Mal gefahren. Aber zuerst fühlte es sich so an, als sei ich seit sechs Jahren nicht mehr gefahren." Schuld daran sind laut Spies vor allem die Reifen: "Ich würde sagen, dass sie den größten Unterschied ausmachen."

Daneben fühle sich die Grand-Prix-Maschine auch viel leichter an als ein Superbike. "Sie lässt sich etwas langsamer lenken. Die Fahrwerksgeometrie ist anders. Die Grand-Prix-Maschine ist für Scheitelpunkte und Kurvenausgänge gemacht, also ist sie am Kurveneingang etwas langsamer. Das ist normal."

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