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Erst wenig Schlaf, dann der Alptraum: Ben Spies fängt Noriyuki Haga doch noch ab... © Yamaha

Ducati-Pilot Noriyuki Haga fühlte sich in seiner Haut nicht allzu wohl, als er zur Saisonmitte souverän die Gesamtwertung der Superbike-WM anführte

Mit zehn Punkten Vorsprung ging Noriyuki Haga in das letzte Rennwochenende des Jahres, wenige Stunden später hatte er sechs Zähler Rückstand: Yamaha-Konkurrent Ben Spies enteilte dem japanischen Rennfahrer in Portugal und entriss Haga im letzten Augenblick noch den Superbike-WM-Titel 2009. Dabei war Haga zur Saisonmitte eigentlich schon auf dem besten Weg zum Sieg.

Über 80 Punkte betrug der Abstand zu seinem schärfsten Verfolger in der Gesamtwertung, doch Haga brachte seine Führung nicht über die Saisonziellinie - sein Nervenkostüm machte einfach nicht mit: "Nach den Rennen in Südafrika konnte ich nicht mehr aufhören, über meinen gigantischen Vorsprung nachzudenken", gesteht der Ducati-Pilot nach Saisonende gegenüber 'Speedweek'.

"Es ist schwierig, ruhig zu schlafen, wenn man die ganze Zeit daran denken muss, dass man die WM anführt", meint Haga, der die Doppelsiege von Valencia und Kyalami als einige der besten Augenblicke seines Rennjahres bezeichnet. "Ganz besonders, weil ich danach einen Riesenvorsprung in der WM hatte", fügt der Japaner hinzu. Doch er hatte die Rechnung ohne Konkurrent Spies gemacht.

So half es auch nichts, dass Haga den Superbike-Titel fest ins Visier genommen hatte: "Mein Ziel ist immer, die WM zu gewinnen", gibt der Vizeweltmeister von 2009 zu Protokoll. "Nach den ersten drei Testtagen auf der Ducati wusste ich, dass das Motorrad gut genug dafür ist. Ich habe zu Ducati gewechselt, weil mir klar war, dass ich nur mit diesem Team Weltmeister werden kann."

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