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Um diese drei Fahrer dreht sich scheinbar fast alles: Lorenzo, Stoner und Rossi © Bridgestone

Valentino Rossis "Entdecker" Carlo Pernat kann sich durchaus vorstellen, dass der MotoGP-Weltmeister 2011 zu Ducati wechselt

Diese Vorstellung beflügelt die Fantasie der Fans und auch - zugegeben - die der Journalisten: Valentino Rossi könnte nach Ablauf seines Vertrages bei Yamaha 2011 ins Ducati-Werksteam wechseln. Der italienische Weltmeister auf einer italienischen Maschine - das hätte was. Besonders in Italien, wo auch regelmäßig über einen Wechsel Rossis in die Formel 1 und zu Ferrari spekuliert wird, ist der Wunsch nach einer rein italienischen Fahrer-Team-Paarung sehr groß.

Der bekannte Manager Carlo Pernat, der in der Branche unter anderem als "Entdecker" Rossis gilt und derzeit die italienischen MotoGP-Piloten Loris Capirossi und Marco Simoncelli geschäftlich vertritt, kann sich die Paarung Rossi-Ducati offenbar ebenfalls gut vorstellen. "Klar ist das möglich. Aber es ist noch zu früh, um ernsthaft darüber zu sprechen", wird Pernat von 'Speedweek' zitiert.

Pernat ist davon überzeugt, "dass die großen Teams wieder zu einem System mit einem A- und einem B-Fahrer zurückkommen werden". Damit bezieht sich der Manager auf die anhaltende Diskussion darüber, dass Yamaha mit Rossi und Jorge Lorenzo zwei ähnlich starke Piloten unter Vertrag habe und dies auf Dauer für unnötigen Zündstoff innerhalb des Teams sorge.

"Für Valentino gibt es also die Möglichkeit für den Wechsel. Aber nur, wenn Stoner Ducati verlässt", so Pernat. "Denn Rossi wird sich ganz sicher nicht noch einmal in eine Situation begeben, wo er wie heute einen fahrerisch gleichwertigen Piloten im Team hat." Ob Ducati aber bereit wäre für Rossi Casey Stoner abzuschieben, erscheint fragwürdig. Schließlich findet auch Pernat, dass Ducati von Stoner abhängig sei: "Ohne ihn sind sie nirgends."

In der kommenden Saison sei ohnehin die Yamaha das Motorrad, das es zu schlagen gelte. "Die Honda ist in meinen Augen technisch noch nicht auf demselben Level. Auch bei den Fahrern sehe ich bei Honda keine Ausgeglichenheit." Stoner sei ein "heißer Titelkandidat", sollte er seine zuletzte gezeigten Leistungen über die ganze Saison durchziehen.

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