vergrößernverkleinern
Broc Parkes und Kawasaki hatten 2009 keine einfache Saison © pacepix.com

Teammanager Paul Risbridger bilanziert die erste Saison von PBM als offizielles Kawasaki-Werksteam in der Superbike-Weltmeisterschaft

Paul Bird Motorsport PBM fungierte in der vergangenen Saison erstmals als offizielles Kawasaki-Werksteam in der Superbike-Weltmeisterschaft. Die eingesetzte Ninja ZX-10R war zwar 2009 kein neues Modell mehr, aber man startete doch mit hohen Erwartungen in die Saison. Doch das Premierenjahr verlief nicht gerade einfach für PBM-Kawasaki.

Beide Piloten, Broc Parkes und Makoto Tamada wurden durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf die technische Weiterentwicklung. Teammanager Paul Risbrigder zieht nun auf der offiziellen Internetseite der Superbike-Weltmeisterschaft Bilanz.

"Für uns hatte oberste Priorität, dass das Team richtig funktioniert und dass wir ein gutes Verhältnis zu Kawasaki aufbauen können", erklärt Risbridger. "Es war alles neu und wir wollten daraus ein langfristiges Projekt machen. Von dieser Warte aus würde ich sagen, dass es so gut gelaufen ist, wie es eben ging."

Doch der Teammanager schränkt ein: "Um ehrlich zu sein, waren die Resultate am Saisonende etwas enttäuschend." Denn das Team hatte erwartet, dass man weiter vorn steht. "Das hatte viel mit den Verletzungen der Fahrer in der Saisonmitte zu tun", so Risbridger. "Das hat uns nicht dabei geholfen, uns weiter zu steigern. Wir haben gegen Saisonende etwas nachgelassen."

Alles in allem sieht Risbridger aber nicht schwarz: "Grundsätzlich sind wir zufrieden mit dem Fortschritt, den wir mit dem Bike machen konnten und mit dem Gesamtpaket. Ich habe das Gefühl, dass wir für das nächste Jahr eine gute Ausgangslage haben."

Vermeulen testet schon

Die Teammitglieder haben in dieser Saison auch einiges gelernt. Denn als Werksmannschaft muss man anders arbeiten als als Privatteam. "Wir müssen das Bike nun zusammen mit Kawasaki entwickeln und können nicht einfach unser eigenes Ding machen", so der Teammanager. "Für die Jungs war das eine große Umstellung. Als Werksteam muss man lernen, mit dem Hersteller zusammenzuarbeiten und so ein funktionierendes System zu entwickeln."

Für die kommende Saison hat sich Kawasaki prominent verstärkt. Chris Vermeulen kehrt nach enttäuschenden MotoGP-Jahren mit Suzuki zurück in die Superbike-WM und soll mit seiner Erfahrung helfen, Kawasaki nach vorn zu bringen. Derzeit testet der Australier in Japan.

"Es ist nur sein erster Run auf dem Bike, kein großer Techniktest", berichtet Risbridger. Zudem sei es für Vermeulen die erste Gelegenheit, die Kawasaki-Mitarbeiter kennenzulernen, einen ersten Eindruck und ein erstes Gefühl für das Bike zu bekommen: "Danach starten wir in Cartagena mit unserem richtigen Winterprogramm und nach diesem Test sollte er gerüstet sein."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel