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Stefan Bradl feiert in Motegi den zweiten WM-Sieg seiner Karriere © getty

Bei Rossis WM-Triumph in Motegi feiert Stefan Bradl in der 125er-Klasse den zweiten Sieg seiner Karriere. Er zieht einen Vergleich.

Motegi - Als sein großes Vorbild Valentino Rossi zum achten WM-Titel raste, genoss das deutsche Motorrad-Ass Stefan Bradl den zweiten Saisontriumph in vollen Zügen.

"Das war ein geiles Rennen. Ich bin voll auf Angriff gefahren. Ich bin überglücklich", sagte der 18 Jahre alte Aprilia-Pilot nach dem Großen Preis von Japan in Motegi.

Markenkollege Sandro Cortese aus Berkheim rundete als Sechster das starke deutsche Resultat in der 125er-Klasse ab.

Nach dem ersten Karriere-Erfolg im August im tschechischen Brünn wahrte Bradl mit dem Sieg vor dem französischen WM-Spitzenreiter Mike di Meglio (Derbi) und dem ungarischen Titelverteidiger Gabor Talmacsi (Aprilia) sogar seine kleine Chance auf den WM-Titel.

Gedanken an den Vater

Der Zahlinger liegt mit 167 Punkten in der Gesamtwertung hinter di Meglio (212) und dem Italiener Simone Corsi (Aprilia/176) auf Platz drei.

Vor den abschließenden drei Rennen wollte sich Bradl damit aber noch nicht befassen.

Der Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl dachte da schon eher an die Erfolge seines Vaters, der fünf Siege feierte.

"Habe ein bisschen dicht gemacht"

"Mein Papa muss aufpassen. Ich hole ganz schön auf", meinte Bradl, dessen Vater den Triumph in Japan in der Heimat vor dem Fernseher erlebte.

Dabei sah er, wie der von Startplatz zwei ins Rennen gegangene Filius drei Runden vor Schluss den entscheidenden Angriff riskierte.

"Danach habe ich auf den Angriff der Konkurrenten gewartet. Aber da kam nichts. In der letzten Runde habe ich ein bisschen dicht gemacht", sagte Bradl.

Zukunft in der 250er-Klasse

Seine Zukunft soll hingegen in der höheren Viertelliter-Klasse liegen. Die Möglichkeit sei da, in die 250er-Kategorie zu gehen. Es sei aber noch nichts entschieden.

Er wolle wechseln, aber das würden andere Leute entscheiden, so Bradl nach dem Rennen, in dem KTM-Pilot Jonas Folger (Schwindegg) als 16. knapp einen WM-Punkt verpasste und Aprilia-Fahrer Robin Lässer (Isny) auf Rang 23 landete.

In der 250er-Klasse ging der Sieg an den Italiener Marco Simoncelli (Gilera) vor den spanischen Aprilia-Fahrern Alvaro Bautista und Alex Debon. In der WM-Wertung führt Simoncelli mit 215 Punkten vor Bautista (183).

Ab 2009 Einheitsreifen

Der Motorrad-Weltverband FIM kündigte am Rande der Rennen in Japan an, dass ab der kommenden Saison in der MotoGP-Klasse "aus Sicherheits- und Kostengründen" mit einem Einheitsreifen gefahren wird.

Als Favorit gilt der japanische Hersteller Bridgestone, der auch das Monopol in der Formel 1 hält.

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