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Aprilia könnte künftig auch Kundenteams mit aktuellen Superbikes ausstatten © FG Sport

Aprilia verhandelt derzeit mit mehreren Superbike-Teams über Lieferverträge für 2010 - Vor allem das Interesse von Guandalini/Borciani sei groß

Die Pläne von Aprilia, 2010 in der Superbike-Weltmeisterschaft neben der eigenen Werksmannschaft auch Kundenteams mit RSV4-Maschinen auszustatten, nehmen immer konkrete Formen an. Aprilia-Sportchef Daniele Tosatti bestätigte nun gegenüber 'Motor Cycle News', dass entsprechende Gespräche laufen.

"Es gibt Teams, die sich dafür interessieren, mit Aprilia zu fahren. Wir haben ihnen den Preis genannt und sie arbeiten nun daran, das nötige Budget zusammen zu bekommen", so Tosatti. Eines dieser Teams ist Guandalini/Borciani, das aus der Fusion von Guandalini und Sterilgarda hervorgeht.

Beide Mannschaften waren bisher mit Ducatis unterwegs, fühlten sich vom Werk aber nicht ausreichend unterstützt. So gab es bereits Spekulationen, dass das man nach der Fusion zu Aprilia wechselt. Tosatti bestätigte die Verhandlungen: "Das Guandalini/Borciani-Team zeigt wirkliches Interesse. Wir hatten aber auch Anfragen von anderen Teams."

Guandalini-Teammanager Frankie Chili ist allerdings nicht mehr davonb überzeugt, ob Aprilia der richtige Partner ist. Nach dem ersten Gespräch habe sich einiges geändert, wird er von 'Motorsport aktuell' zitiert: "Zunächst wurde uns das bestmögliche Material zugesagt. Dann hieß es, wir müssten die 2009er-Schwinge verwenden. Ich würde nicht so viel Geld für altes Material bezahlen." Der bisherige Partner Ducati hat dem Team inzwischen ein neues Angebot vorgelegt.

Guandalini hat für 2010 bereits den Tschechen Jakub Smrz unter Vertrag, der sich erhofft, von Aprilia eine Maschine zu bekommen, die der Werks-RSV4 von der Performance her gleicht. Ob Smrz der einzige Fahrer bleibt oder ob ein zweiter Pilot verpflichtet wird, ist noch unklar. Sollte es ein Zwei-Mann-Team werden, räumt die Gerüchteküche dem bisherigen MotoGP-Fahrer Alex de Angelis Chancen ein.

Aprilia hatte bereits im Sommer angekündigt, 2010 in der Superbike-WM mehr als nur die beiden Werksmaschinen einzusetzen. Dabei wurde auch darüber spekuliert, dass die Italiener selbst ein zweites Team an den Start schicken. Für die beiden Werksfahrer Max Biaggi und Leon Camier geht die Arbeit nächste Woche weiter, dann bestreiten sie einen Zweitagestest in Valencia.

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