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Noch Probleme: Jonas Folger muss seinen Fahrstil der Maschine anpassen © FWeisse

Jungstar Jonas Folger hofft, sich mit der Änderung seines Fahrstils besser auf die Werks-Aprilia RSA einstellen zu können - Bescheidene Erwartungen für Katar

Die abschließenden Saisonvorbereitungen am vergangenen Wochenende in Jerez brachten für Deutschlands Jungstar Jonas Folger nicht die erwarteten Ergebnisse. Der 16-Jährige, der in seine zweite Saison in der 125er-WM geht, kämpfte auch in Andalusien mit den Tücken der schwierig abzustimmenden Aprilia RSA. Folger zieht daraus die Konsequenzen, dass er sich mit einer Änderung des Fahrstils weitestgehend selbst dem neuen Motorrad anpassen möchte.

"Unser Hauptproblem stammt in erster Linie vom Fahrwerk", fasst Folger die Situation zusammen. "Aus diesem Grund sind wir zu einer Standardabstimmung zurück gekehrt. Ich muss jetzt schauen, dass ich von meiner Seite irgendwie mit diesem Problem umzugehen lerne und falls nicht anders möglich meinen Fahrstil ändern werde. In jeden Fall muss ich mich der RSA anpassen."

Für den jungen Vollprofi aus Bayern kamen diese Erkenntnisse gerade noch rechtzeitig vor dem ersten Rennen. "An den ersten zwei Tagen in Jerez haben wir sehr viele unterschiedliche Einstellungen ausprobiert, aber damit keine Fortschritte erzielen können", so Folger. "Daher haben wir uns dazu entschlossen bei der Standardeinstellung zu bleiben. So gesehen bin ich froh, dass dies alles schon jetzt zum Vorschein gekommen ist und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt inmitten der Saison."

Der WM-Zwölfte der vergangenen Saison bedient sich bedingt dadurch der Datenaufzeichnungen seines letztjährigen Teamkollegen Andrea Iannone. "Ich kann mich gut daran erinnern, dass auch Andrea im vergangenen Jahr bei den IRTA-Tests mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatte", meint er. "Auch für ihn war es schwierig, ein Gefühl für die Front-Partie zu bekommen. Daraufhin hat er seinen Fahrstil geändert. In meinem Fall haben wir jetzt die Standardabstimmung von Andrea übernommen und auch ich werde versuchen, meinen Fahrstil an das Motorrad anzupassen."

Angesichts der Testergebnisse ist die Erwartungshaltung von Folger für die ersten Rennen recht bescheiden. "In erster Linie bin ich froh, dass es nächstes Wochenende mit dem ersten Rennen losgeht", frohlockt das deutsche Talent zunächst. "Andererseits muss ich dazu aber auch sagen, dass ich froh darüber bin, noch einmal zum Fahren gekommen zu sein und dadurch mehr Gefühl für das Moped bekommen habe. Für die ersten Rennen würde ich mich über Top-10-Platzierungen freuen. Dies gilt auch für die Trainings und für die Startaufstellung."

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