vergrößernverkleinern
Sandro Cortese möchte 2010 auch im Siege kämpfen können © Kroiss

Sandro Cortese geht nach ermutigenden Testfahrten selbstbewusst und zielstrebig in die am kommenden Wochenende beginnende 125er-WM-Saison

Nach dem Klassenwechsel von Stefan Bradl liegt es nun vor allem an Sandro Cortese, Deutschlands Farben in der 125er-Weltmeisterschaft zu vertreten. Die jüngsten Testfahrten endeten für den Derbi-Piloten durchaus ermutigend. Cortese tauchte in der kombinierten Zeitenliste von den drei Testtagen in Jerez an vierter Stelle auf. Zudem gelang ihm am vorvergangenen Montag mit einer Rundenzeit 1:47.337 Minuten ein persönlicher Rekord auf der 4.423 Meter langen Strecke in Andalusien.

"Im Vergleich zu den vorhergegangen Tests Anfang März, wo das Wetter absolut nicht mitgespielt hat, können wir hier in jeder Hinsicht zufrieden sein", resümiert Cortese. "Wir haben diesen Test in den Top 5 beendet, und das ist zugleich auch die Zielvorgabe für jeden Grand Prix. Dies ist durchaus realistisch und wenn es gut läuft müssen Podiumsplatzierungen in Reichweite sein. Es sollte auch von Fall zu Fall möglich sein, um den Sieg mitkämpfen zu können. Für den Sieg selbst müsste dann am besagten Tag alles, aber auch wirklich alles passen."

Während der Probefahrten in Jerez holte sich Cortese mit unzähligen Longruns das Gefühl für das Motorrad zurück und tankte dabei auch Selbstvertrauen. "In Valencia und Jerez passierte auch jeweils ein heftiger Crash, bei denen das Selbstvertrauen einiges abbekommen hatte", so der WM-Sechste des vergangenen Jahres. "Ich bin aber hier auf Anhieb gut in Schwung gekommen und habe mich im Zehntelbereich an meine schnellste Rundenzeit beim Grand Prix im vergangenen Mai herangearbeitet."

"Die meiste Zeit bin ich bei diesem Test meine Runden alleine gefahren", so Cortese. "Dies war auch so gewollt, denn zum Einem war es mein Ziel auf der Rundenzeit vom letzten Jahr aufzubauen und andererseits wollte ich auch zu der sehr wichtigen Erkenntnis kommen, wenn es zum Qualifying hingeht, noch ein paar Zehntel wegfeilen zu können. Auch in meiner absolut schnellsten Runde war ich nicht auf der letzten Rille unterwegs."

Als erfolgreichen Abschluss des Jerez-Tests nennt Cortese eine Rennsimulation über 15 Runden. "Am Montag bin ich unglaublich schnell in den letzten Testtag gestartet, wo mir auch die 1:47.3 gelungen ist", so der Ajo-Pilot. "Auch das Ergebnis unserer Rennsimulation hinsichtlich des ersten Rennens in Katar war positiv. Man kann noch so viel trainieren, aber die Beanspruchung der Muskulatur über eine Renndistanz ist doch etwas ganz anderes."

"Auch die Konzentration ist eine andere als für einen Fünf-Runden-Stint. Dahingehend sollte diese Rennsimulation dienen, um nicht im ersten Rennen eine böse Überraschung zu erleben. Zudem ist es uns dabei auch gelungen, etliche Dinge auszusortieren und auch das Setting weiterzuentwickeln. Am wichtigsten aber ist, dass ich Gesund und mit viel Selbstvertrauen in die WM starten kann."

Der Ankunft seines neuen Teamkollegen Marc Márquez, der zuletzt in Jerez mit einer Reihe von Rekordrundenzeiten groß aufgetrumpft hatte, kann Cortese nur positives abgewinnen. "Die Harmonie im Team ist sehr gut ist. Mit Marc verstehe ich mich bereits bestens. Er ist sehr schnell und ich denke, dass ich von ihm und auch er von mir sehr viel profitieren kann."

Wenige Tage vor dem Saisonauftakt in Katar freut sich Cortese, dass es nun endlich wieder richtig losgeht. "Testen macht auch Spaß, aber schlussendlich sind wir da, um Rennen zu fahren. Die Leistung an einem Rennwochenende abzurufen ist doch etwas ganz anderes."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel