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Auf Loris Capirossis Spuren: Stefan Bradl startet 2010 mit der Nummer 65 © Kiefer

In der Moto2-Klasse ruhen die Hoffnungen aus deutscher Sicht auf Stefan Bradl - Kurzfristiger Wechsel der Startnummer

Beim abschließenden Moto2-Test in Jerez ist es Stefan Bradl und seinem Team endgültig gelungen, Freundschaft mit der Suter-MMX zu schließen. Mit Top-Rundenzeiten mischte der 20-jährige Bayer an den drei Tagen stets im Spitzenfeld mit. Letztendlich reichte es mit einer persönlichen Bestzeit von 1:44.737 Minuten zu Rang 14 in der kombinierten Zeitenliste. Als Grund für den Aufschwung nennt Bradl umfangreiche Modifikationen am Setup seiner Moto2-Maschine.

"In erster Linie haben wir viel am Setup gearbeitet", meint Bradl. "Aber ich bin auch in Jerez auf Anhieb gut zurechtgekommen und zudem war eine Reifenmischung im Kontingent dabei, die für mich wie maßgeschneidert war. Mit Fortdauer des Tests ist es uns aber auch gelungen die Abstimmung anderen Reifenmischungen anzupassen. Dies war schlussendlich ein großer Fortschritt für uns, denn dadurch waren wir an allen drei Tagen konstant schnell."

Nach dem zufriedenstellend verlaufenden letzten Test vor dem WM-Auftakt blickt Bradl dem ersten Grand Prix am kommenden Wochenende erwartungsvoll entgegen. "Mit dem Ergebnis des Jerez-Tests sind wir sehr zufrieden", so Bradl. "Zugleich bin ich aber froh, dass es jetzt endlich mit den Rennen losgeht. Drei Tage am Stück mit dem Motorrad zu trainieren, verlangt einem alles ab. Die Anzahl der gefahrenen Runden schlaucht einen schon sehr, daher freue ich mich auf den ersten Grand Prix."

Die verbleibenden Tage nach den abschließenden Saisonvorbereitungen bis zum Abflug nach Katar verbringt der ehrgeizige Athlet mit Lockerungsübungen und leichtem Training in seiner bayrischen Heimat. "Im Großen und Ganzen ist der überwiegende Teil vom Training her bereits erledigt. Daher ist nur mehr leichtes Training angesagt. Auch auf technischer Seite sind wir gut vorbereit. Also traue ich mir zu, zu behaupten, dass sowohl ich als auch das Motorrad für Katar gut gerüstet sind."

Wechsel der Startnummer

Angesichts der hohen Teilnehmerzahl von 40 Moto2-Piloten hofft Stefan Bradl nicht gleich beim ersten Gedränge in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Falls doch, weiß er sich mit Gegenmaßnahmen zur Wehr zu setzen. "40 Fahrer sind schon etwas viel, aber hoffentlich wird alles glatt über die Bühne gehen. Ich hoffe auch, dass ich nicht irgendwie im ersten Gedränge dabei sein werde. Im Rennen muss man ohnedies ordentlich dagegenhalten, denn sobald man zurücksteckt, ist man ein Loser."

Nachdem Bradl die Tests während der Saisonvorbereitung noch mit der Startnummer 4 gefahren ist, erfolgt mit dem ersten Rennwochenende kurzfristig erneut ein Wechsel der Nummer. Ein neuer Sponsor des Kiefer-Teams legt darauf Wert, dass Bradl mit der Nummer 65 an den Start geht.

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