vergrößernverkleinern
Casey Stoner wurde seiner Favoritenrolle auch im Qualifying gerecht © Ducati

Das Katar-Qualifying bringt Spannung, aber ein erwartetes Ergebnis: Casey Stoner vor Valentino Rossi und Jorge Lorenzo - Randy de Puniet bärenstark

Casey Stoner bleibt der Chef im nächtlichen Katar-Ring. Der Australier holte sich nach seinen souveränen Bestzeiten in den Freien Trainings nun auch die erwartete Pole-Position für das erste Rennen des Jahres. Das Resultat der Zeitenjagd überraschte wenig, jedoch brachte die Qualifikation viel Spannung im Finale. Der Ducati-Star hatte sich zu Beginn viel Zeit gelassen, dann aber eine deutlich schnellste Runde markiert.

In der Folge konnte Stoner seinen Vorsprung konstant weiter ausbauen. Die Yamaha-Fraktion mit Weltmeister Valentino Rossi und Jorge Lorenzo biss sich an der Vorgabe des Ex-Champions die Zähne aus. Als Stoner kurz vor dem Ende weiche Pneus aufschnallen ließ, gab es kaum Zweifel daran, dass er noch einmal deutlich nachlegen könnte. Doch es kam anders. Der Australier steigerte sich nur noch geringfügig und blieb bei einer Zeit von 1:55.007 Minuten stehen.

Die Konkurrenz holte zum großen Gegenschlag aus. Valentino Rossi legte in seinem letzten Versuch noch einmal alles hinein, aber es reichte nicht. Nach absoluten Bestmarken in den ersten beiden Sektoren schmolz der Vorsprung auf den letzten Teilstücken dahin. Der Italiener musste sich schließlich in 1:55.362 Minuten mit Platz zwei begnügen. Auch Lorenzo kam nicht mehr heran. Der Spanier wurde in 1:55.520 Minuten Dritter.

Während die erste Startreihe also wenig überraschend mit Stoner und den beiden Yamaha-Stars besetzt ist, gibt es in Reihe zwei einiges zu bestaunen. Der bestens aufgelegte Randy de Puniet war in Topform. Der französische LCR-Pilot war in 1:55.831 Minuten auf Platz vier bester Honda-Vertreter und erntete bei der Rückkehr in die Box viel Applaus. Loris Capirossi holte sich für seinen 300. Grand-Prix-Start als Fünfter eine feine Ausgangsposition.

Der erfahrene Suzuki-Altstar hatte sich für seinen letzten Versch das Hinterrad von Rossi ausgesucht und war damit gut gefahren. Sein Teamkollege Álavaro Bautista zog sich auf Platz 13 achtbar aus der Affäre. Doch für den Suzuki-Rookie war mehr drin. Auf seinem letzten Umlauf übertrieb es Bautista und legte seine GSV-R unsanft in die Auslaufzone. Die zweite Startreihe komplettiert Honda-Werkspilot Andrea Dovizioso. Der Italiener hat allerdings in 1:55.963 Minuten fast eine Sekunde Rückstand auf die Spitze.

Doviziosos Teamkollege Dani Pedrosa (7./1:55.990 Minuten) konnte das Tempo seines Honda-Spezies endlich mitgehen. Der Spanier zeigte sich früh in der Session an der Spitze, konnte aber im Verlauf der Zeitenjagd nicht mehr allzu viel zulegen. Er teilt sich die dritte Startreihe mit Tech-3-Pilot Colin Edwards (8./1:56.005 Minuten) und Ducati-Pilot Nicky Hayden (9./1:56.163 Minuten). Der Stoner-Teamkollege hatte viel Mühe.

Sensationell stark fuhr sich Hiroshi Aoyama auf den zehnten Startplatz vor Superbike-Champion Ben Spies und Mika Kallio. Der Pramac-Ducati-Pilot war früh im Qualifying gestürzt, ebenso erwischte es Marco Simoncelli. Der italienische Ex-250er-Weltmeister musste sich hinter Álvaro Bautista und Aleix Espargaró mit Rang 15 begnügen. Sein Teamkollege Marco Melandri kam sogar nur hinter Neuling Héctor Barberá auf den allerletzten Startplatz.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel