vergrößernverkleinern
Nicolas Terol muss in Silverstone aussetzen
Nicolas Terol ging von Platz drei aus ins Rennen in Katar © getty

Siebenkampf mal anders: Nicolas Terol sichert sich nach hartem Gefecht den Sieg beim Auftaktrennen in Katar vor Efren Vazquez und Marc Marquez

Die neue Grand-Prix-Saison hat im nächtlichen Katar ihre erste Schlacht erlebt - und was für eine! Im Rennen der 125er-Klasse gab es einen Schlagabtausch der Extraklasse. Gleich sieben Piloten gaben sich über 18 Runden einen faszinierenden Fight. Sandro Cortese und Randy Krummenacher nahmen es an der Spitze mit fünf Spaniern auf - und zogen den Kürzeren. Nicolás Terol verschaffte sich im entscheidenden Moment Luft und fuhr zum Sieg in der Katar-Nacht.

Gleich beim Start hatten sich die Spanier an der Spitze keinen Zentimeter geschenkt. Efrén Vázquez und Pol Espargaró ließen Polemann Marc Márquez stehen, doch der Ajo-Pilot kämpfte sich schnell wieder auf Position zwei. Dahinter folgten Efrén Vázquez, Esteve Rabat und Randy Krummenacher. Sandro Cortese fiel in der ersten Runde auf Rang neun zurück, kämpfte sich aber schnell wieder heran.

Bereits nach zwei Runden hatte sich der Deutsche ans Hinterrad von Krummenacher gesaugt. Das Septett an der Spitze setzte sich ab. Der Versuch von Aspar-Pilot Bradley Smith, dem vorderen Feld zu folgen, scheiterte. Der hoch eingeschätzte Brite musste abreißen lassen und kam letztlich als bester Verfolger auf Rang acht ins Ziel.

Die Sieben in Front kämpften mit allen Mitteln, es gab Körperkontakt, in Runde acht flogen nach einer Kollision zwischen Cortese und Krummenacher an der Maschine des Schweizers sogar Teile der Verkleidung ab. Trotz der ständigen Rangeleien konnte sich niemand aus dem Paket lösen. Im Gegenteil: An der Spitze wechselten sich Vazquez und Marquez immer wieder ab. Terol nahm unterdessen die Rolle des Boabachters ein.

Der Aspar-Neuzugang handelte klug, schonte phasenweise seine Reifen. Drei Runden vor Schluss profitierte Terol davon. Er konnte sich nach vorne schieben und mit schnellen Runden davon ziehen. Dem Sieg beim ersten Saisonrennen stand fortan nichts mehr im Wege. Dahinter rollten Vazquez und Márquez im Zentimeterabstand auf den Plätzen zwei und drei über die Linie. Pol Espargaró wurde undankbarer Vierter.

Hinter dem Quartett hatte sich in der letzten Runde eine Lücke ergeben. Daher konnte Cortese nicht mehr um die Podestränge kämpfen. Immerhin wurde der Ajo-Pilot als Fünfter bester Verfolger. Randy Krummenacher und Tito Rabat folgten im Windschatten. Die beiden anderen deutschen Youngster erlebten einen langweiligen Nachmittag im Mittelfeld. Jonas Folger konnte sich auf Platz 15 den letzten Punkt sichern, Marcel Schrötter landete auf dem undankbaren Rang dahinter.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel