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Shoya Tomizawa sichert sich den allersten Sieg in der neuen Moto2-Klasse © Honda

Shoya Tomizawa feiert im allerersten Moto2-Rennen seinen ersten großen Sieg: Stefan Bradl wird abgeräumt, Tom Lüthi landet auf Platz sieben.

Shoya Tomizawa geht als erster Sieger in der neuen Moto2-Klasse in die Geschichte ein. Der 19-jährige Japaner setzte sich in einem spannenden Auftaktrennen im nächtlichen Katar souverän gegen Alex Debon und Jules Cluzel durch, die mit ihm das Podium teilten. Das Debütrennen der 250er-Nachfolgeklasse brachte viel Spektakel, schöne Kämpfe, aber aus deutscher Sicht auch ein Drama.

Die Siegträume von Stefan Bradl waren früh geplatzt. Der Kiefer-Pilot kam beim Start anständig weg, reihte sich hinter Elias und Alex de Angelis ein. Der San Marinese machte jedoch in der zweiten Kurve einen Fehler, rutschte von der Ideallinie und räumte Bradl brutal ab. Beide flogen im hohen Bogen ab. Während der Deutsche eine Fingerverletzung und Abschürfungen davontrug, kam de Angelis wie durch ein Wunder mit Prellungen aus dem Crash. Das hätte schlimmer enden können.

In Front setzten sich unterdessen Toni Elias, Jules Cluzel, Alex Debon, Yuki Takahashi und der bärenstarke Shoya Tomizawa ab. Eskil Suter, der in der neuen Moto2 immerhin die Daten von zwölf Teilnehmern auf seinen Bikes vergleichen kann, hatte schon vor dem Rennen gesagt: "Achtet auf Tomizawa!" Der Schweizer hatte beste hellseherische Fähigkeiten. Tomizawa setzte sich in Runde sieben nach vorne und zog unwiderstehlich davon.

Dahinter hatte sein Landsmann Takahashi zu viel gewollt. Der Ex-MotoGP-Pilot rutschte ins Aus, ebenso erging es eine Runde später dem Bradl-Teamkollegen Vladimir Leonov und MZ-Pilot Anthony West. Tom Lüthi zündete unterdessen ein regelrechtes Feuerwerk. Der Schweizer, der von Startplatz 16 losfahren musste, legte ein Höllentempo vor und tauchte nach zwölf Runden auf Rang sechs auf.

Der Kampf um den Sieg war bereits drei Runden vor dem Ende entschieden. Tomizawa hatte sich einen Vorsprung von drei Sekunden auf Jules Cluzel und Alex Debon herausgefahren. Der Japaner konnte so problemlos seinem ersten Grand-Prix-Sieg entgegenfahren. Dahinter lieferten sich der Spanier und der Franzose einen harten Kampf um Platz zwei, den letztlich Debon für sich entschied.

Hinter dem im Rennen gut aufgelegten Roberto Rolfo, dem mit einer Verletzung kämpfenden Toni Elias und JIR-Pilot Mattian Pasini sicherte sich Tom Lüthi den guten siebten Rang. Die große Frage lautet: Was wäre möglich gewesen, wenn der Schweizer das Qualifying nicht vermasselt hätte? Bester Kalex-Pilot war Pons-Mann Sergio Gadea auf Rang zehn. Sein Teamkollege Axel Pons war früh ausgeschieden. Arne Tode konnte in seinem Debütrennen auf Rang 21 fahren.

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