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Die Rennen auf dem Twin Ring in Motegi werden am 3. Oktober 2010 nachgeholt © IRL

Der Große Preis von Japan wird am 3. Oktober nachgeholt - Bradl: "Es gab wohl keine Alternative"

Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull sorgt weltweit für ein Verkehrschaos. Da der Luftraum über großen Teilen Europas für Verkehrsflugzeuge nach wie vor gesperrt ist, kann auch der MotoGP-Tross nicht nach Motegi reisen, wo am kommenden Wochenende der Große Preis von Japan ausgetragen werden sollte. Bereits am Sonntag hatte die Teamvereinigung IRTA sämtliche Teams der MotoGP-, Moto2- und 125er-Weltmeisterschaft über die Absage des Rennens informiert.

Da das Rennwochenende nicht ersatzlos gestrichen werden sollte, haben sich nun FIM-Präsident Vito Ippolito und Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta mit den Veranstaltern des Rennens in Japan auf einen neuen Austragungstermin verständigt. Der Grand Prix in Motegi soll nun am ersten Oktober-Wochenende nachgeholt werden.

Somit rückt das Motegi-Wochenende in die Lücke zwischen den Rennen in Alcañiz und Sepang und ist damit der 14. Lauf der diesjährigen Motorrad-Weltmeisterschaft. Diese Verlegung ist bereits die zweite kurzfristige Änderung des Rennkalenders 2010. Da der ungarische Balatonring nicht rechtzeitig fertiggestellt wurde, rückte bereits das Motorland Aragón nahe der spanischen Stadt Alcañiz in den WM-Kalender auf.

Deutschlands Motorrad-Hoffnung Stefan Bradl ist enttäuscht über die Verlegung des nächsten WM-Rennens in Japan. "Nach dem Sturz in der letzten Woche ist alles wieder im grünen Bereich. Ich wäre bereit gewesen, wenn man uns denn gelassen hätte", so Bradl. "Ich war voll auf Japan eingestellt, habe mich auf den Abflug am Montagmorgen gefreut."

Der Kurs in Motegi gehört zu Bradls Lieblingsstrecken. 2008 gewann er hier seinen ersten von zwei Grand Prix. "Als ich von der Absage gehört habe, war meine erste Frage direkt, ob es einen Ersatztermin gibt. Gott sei Dank ist dem so", so Bradl, der für die Verlegung Verständnis hat. "Es gab wohl keine Alternative. Das steht eben nicht in unserer Macht."

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