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Yuki Takahashi kam in Katar nicht ins Ziel und ärgert dadurch seinen Teamchef © Honda

Für das erste Moto2-Rennen der Geschichte hatte sich Tech3-Boss Hervé Poncharal etwas mehr erhofft - Beide Fahrer in Katar durch Sturz ausgeschieden

Als das Reglement der neuen Moto2-WM bekanntgegeben wurde, planten mehrere Privatteams der "Königsklasse" MotoGP, jeweils ein eigenes "Junior-Team" in der Nachfolgeserie der 250er-WM einzusetzen. Letztendlich konnten aber nur Gresini und Tech 3 dieses Vorhaben in die Tat umsetzen. Tech 3 hat mit seinem Langzeit-Mitarbeiter Guy Coulon, seines Zeichens Crewchief von Colin Edwards, sogar ein eigenes Chassis dafür gebaut.

Mit Yuki Takahashi, der bereits auf einige Einsätze in der MotoGP verweisen kann, und dem aufstrebenden Raffaele de Rosa konnte man sich die Dienste von zwei talentierten Piloten sichern. Zudem stehen den beiden Fahrern mit Gary Reynders und Daniele Romagnoli versierte Cheftechniker zur Seite. Doch beim WM-Auftakt am vorletzten Wochenende in Katar war die Ausbeute der französischen Moto2-Truppe äußerst bescheiden.

"Ich bin zutiefst enttäuscht", so Teamchef Poncharal. "Wir haben uns dermaßen angestrengt, damit wir mit diesem Projekt schon ab dem ersten Rennen konkurrenzfähig sind und dann bleiben wir im ersten Grand Prix ohne Punkte. Zweifellos hätten wir in Katar mit Leichtigkeit auf das Podium fahren können, aber Yuki und auch Raffaele sind schon früh durch Stürze ausgeschieden. In beiden Fällen waren es ganz klar die Fehler des Fahrer."

Dem Tech3-Teamchef liegt dabei schwer im Magen, dass deswegen keine wichtigen Erkenntnisse über das Abspulen einer Renndistanz gesammelt werden konnten. "Am meisten ärgere ich mich darüber, dass wir das Rennen nicht zu Ende fahren konnten. Denn es wäre überaus wichtig gewesen zu sehen, wie sich eine Renndistanz auf unser Bike auswirkt."

"Der einzig positive Punkt, den ich erwähnen kann, ist, dass wir ein starkes Qualifikationstraining hatten und im Rennen in den ersten Runden eine gute Leistung gezeigt haben", ergänzt Poncharal. "Dies beweist, dass man in der Zukunft mit dem Tech3-Paket stark rechnen muss. Nach dem guten Testergebnissen von Jerez wollen wir dort am nächsten Wochenende unsere Bilanz aufbessern."

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