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Scott Redding hofft insgeheim auf ein Ergebnis in den Top 5 © Marc VDS

Marc VDS reist nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Katar zuversichtlich nach Jerez - Ziel sei es, das wahre Potenzial zu zeigen

Am kommenden Wochenende steht in Jerez das zweite Moto2-Rennen der Saison auf dem Programm. Nach einem für das neue Marc-VDS-Team enttäuschenden Saisonauftakt in Katar sind die Erwartungen des Teamchefs Michael Bartholemy sehr hoch: "Wir gehen mit der Entschlossenheit nach Jerez, unsere Ergebnisse erheblich zu verbessern." Man wolle viel besser abschneiden, "als es zuletzt in Katar der Fall war".

Der Mugello-Test unmittelbar nach dem WM-Auftakt vor zwei Wochen, aber auch die starken Leistungen von Scott Redding bei den abschließenden Saisonvorbereitungen Ende März in Jerez rechtfertigen Bartholemys Erwartungshaltung. "Scott war in der kombinierten Zeitenliste des letzten Tests vor dem ersten Rennen Viertschnellster", lautet die Begründung des 41-jährigen Belgiers. "Und Héctor hat sicherlich von den zwei Testtagen mit unserem Motorrad in Mugello profitiert."

"Ich bin mir sicher zu wissen, dass Héctor scharf darauf ist, vor heimischer Kulisse mit einer besonders guten Leistung zu brillieren", fährt Bartholemy fort. "Sollte er das Rennen in den Punkterängen beenden, bin ich zufrieden. Aber augenscheinlich ist er überzeugt davon, auch unter die ersten Zehn fahren zu können. Das wäre natürlich für ihn und auch für das Team ein super Ergebnis."

Bartholemy hebt aber auch die bemerkenswerte Einstellung des 17-jährigen Redding hervor. "Wir brauchen Scott nicht zu sagen, was von ihm erwartet wird, denn er setzt sich selbst stärker unter Druck als wir es je könnten. Er soll einfach nur Spaß am Motorradfahren haben. Der Speed kommt dann von alleine und das hatte ihm in Katar ab Samstag gefehlt."

Wichtiger Test in Mugello

Der 26-jährige Faubel, der in seiner Karriere bereits 132 Grand Prix bestritten hat, beruft sich vor seinem Heimrennen auf den für ihn so wichtigen Test in Mugello. "Dieser zweitägige Test war insofern sehr wichtig für mich, da ich viel Erfahrung mit dem Bike sammeln konnte. Es war aber auch die perfekte Gelegenheit, um mit meiner Crew zu arbeiten und die Kommunikation zu verbessern. Trotzdem ist es um das Rennen in Japan schade, denn jeder weitere Kilometer mit dem Rennmotor wäre gut für mich gewesen."

Nach den fehlenden Wintertests sieht sich Faubel in einem Lernprozess. "Ich befinde mich nach wie vor in einer Lernkurve. Aber meine Einstellung ist dennoch positiv und mein persönliches Ziel für Jerez ist eine Platzierung in den Top 10. Ich weiß gut, dass dies schwer zu erreichen sein wird. Mir gefällt Jerez, es ist wirklich eine schöne Rennstrecke und auf heimischen Boden vor meinen Fans ein Rennen zu fahren, beflügelt zusätzlich."

Top-10-Platzierung ist realistisches Ziel

Redding freut sich nach der Enttäuschung in Katar ebenfalls auf Jerez. "Vor allem nach dem erfolgreichen Test Ende März. Wir wissen dass es möglich ist, das Bike für Jerez gut funktionierend hinzubekommen. Vorausgesetzt die Verhältnisse sind nicht allzu unterschiedlich zu denen, die wir beim Test hier hatten."

Eine Platzierung unter den ersten Zehn hält für Redding realistisch, insgeheim hofft er aber in den Top 5 zu landen. "Ich würde sagen, dass ich sehr zuversichtlich für das zweite Rennen der Saison bin. Ein Top-10-Ergebnis ist ein realistisches Ziel. Aber wenn alles nach Plan läuft, sollten wir auch in der Lage sein, in die Top fünf fahren zu können. Jedoch wie wir in Katar gesehen haben, läuft nicht immer alles planmäßig ab. Hoffentlich haben wir in Jerez etwas mehr Glück und bekommen im Rennen die Chance, unser wahres Potenzial zeigen zu können."

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