vergrößernverkleinern
Toni Elias konnte in Le Mans nach Jerez bereits seinen zweiten Sieg feiern © Honda

Toni Elias hat das Sturzfestival von Le Mans gewonnen - Alex Debón für Frühstart bestraft - Stefan Bradl nach toller Aufholjagd Neunter

Toni Elias hat den Grand Prix von Frankreich gewonnen. Der Gresini-Pilot feiert damit nach Jerez bereits seinen zweiten Saisonsieg in der Moto2-Kategorie. Zweiter wurde der amtierende 125er-Weltmeister Julian Simón. Der Aspar-Pilot zeigte sich im ersten Rennen nach dem Chassis-Wechsel von RSV zu Suter in bestechender Form. Simone Corsi komplettierte als Dritter das Siegerpodest.

In einem äußerst spannenden Rennen waren die Abstände zwischen den einzelnen Piloten wie erwartet sehr eng. Als Beleg für die Ausgeglichenheit der neuen Moto2-Klasse dient auch ein Blick auf das Endergebnis: drei verschiedene Chassis-Hersteller in den Top 3, sechs verschiedene Fabrikate unter den ersten sieben. Mehr Chancengleichheit geht nicht.

Das Rennen fand unter besten äußeren Bedingungen statt: Sonnenschein, 26 Grad Luft- und 43 Grad Celsius Asphalttemperatur. Um 12:15 Uhr Ortszeit startete das 41 Fahrer große Starterfeld in das 26 Runden lange Rennen. Alex Debón gewann den Start und setzte sich gemeinsam mit Toni Elias und Pole-Sitter Kenny Noyes schnell vom Rest des Feldes ab.

Doch der gute Start Debóns war regelwidrig. Der FTR-Pilot fuhr einen Tick zu früh los und wurde dafür von den Rennkommissaren mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Debón kehrte als Letzter wieder ins Rennen zurück und kämpfte sich schließlich noch auf den undankbaren 16. Platz vor.

Zahlreiche Stürze in der Anfangsphase

An der Spitze diktierte derweil Elias das Geschehen. Hinter ihm spielten sich allerdings teilweise chaotische Szenen ab. So stürzten zahlreiche Spitzenpiloten - mal selbst verschuldet, mal durch Kollisionen mit Konkurrenten. Unter den Sturzopfern waren neben Noyes auch WM-Leader Shoya Tomizawa, Raffaele de Rosa, Yuki Takahashi, Axel Pons, Mattia Pasini, Jules Cluzel, und Alex de Angelis.

Besonders heikel war Cluzels Sturz in der ersten Rechtskurve nach der Start-Ziel-Linie. Kurz hinter ihm stürzte nämlich Wild-Card-Pilot Xavier Simeon ebenfalls und verfehlte den Franzosen bei seinem Flug durch das Kiesbett nur um wenige Zentimeter. Karel Abraham und Dominique Aegerter stießen bereits in der ersten Schikane zusammen. Der Schweizer kämpfte sich mit zwei Runden Rückstand ins Ziel.

Bradl mit famoser Aufholjagd

Einer der Nutznießer der zahlreichen Ausfälle war Stefan Bradl. Der Kiefer-Pilot war nach seinem Sturz im Qualifying lediglich als 35. gestartet und kämpfte sich Platz für Platz nach vorne. Nach der ersten Runde war er bereits 30., dann schnappte er sich einen Konkurrenten nach dem anderen. Am Ende schaffte er es als Neunter sogar in die Top 10.

Arne Tode und Tom Lüthi konnten trotz der vielen Unfälle nicht in die Punkteränge fahren. Tode verfehlte als 18. die begehrten Plätze, Lüthi war nach einem Ausrutscher noch weiter weg von der Musik und erreicht das Ziel nur auf Rang 19.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel