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Stefan Bradl fährt seit 2007 auf einer Aprilia-Maschine © getty

In Sepang kämpft Stefan Bradl um die Vize-Weltmeisterschaft. Beim Qualifying erleidet der Aprilia-Pilot einen Rückschlag.

Sepang - Deutschlands Motorrad-Hoffnung Stefan Bradl geht im Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft nur von Rang zehn aus ins vorletzte Saisonrennen in Sepang/Malaysia.

Der 18 Jahre alte Aprilia-Pilot aus dem bayerischen Zahling litt nach enttäuschendem ersten Training (2:16,263 Minuten) darunter, dass sich wegen Regens keiner der 125er-Fahrer im zweiten Qualifying verbessern konnte. "Bei einem guten Start bin ich trotzdem vorne dabei", kündigte der WM-Zweite an.

Der Italiener Andrea Iannone (Aprilia/2:14,676) behielt überraschend die Pole Position, der bereits als Weltmeister feststehende Franzose Mike di Meglio (Derbi/2:16,030) ist nur Neunter.

Sandro Cortese (Berkheim/Aprilia/2:16,731) startet als 18., Robin Lässer (Isny/Aprilia/2:19,002) von Platz 28, Jonas Folger (Schwinegg/KTM/2:19,576) von Rang 29.

Simoncelli von Platz drei aus

In der 250er-Klasse geht der Italiener Marco Simoncelli (Gilera/2:07,109) bei der Jagd nach seinem ersten Titel von Platz drei aus ins Rennen.

Am Sonntag genügt ihm Rang vier, selbst wenn sein Konkurrent, der von Rang zwei startende Spanier Alvaro Bautista, (Aprilia/2:07,073) gewinnen sollte. Die Bestzeit im Training fuhr der Japaner Hiroshi Aoyama (KTM/2:06,893).

In der Königsklasse MotoGP steht der Spanier Dani Pedrosa (Honda/2:01,548) von der Pole Position, direkt vor dem Italiener Valentino Rossi (Yamaha/2:01,957), der seinen achten WM-Titel bereits sicher hat.

Bradl-Betreuer Stappert gestorben

Für Bradl aber geriet der zehnte Quali-Platz zur Nebensache: Sein ehemaliger Betreuer Dieter Stappert starb vier Tage nach seinem 66. Geburtstag in einem Münchener Krankenhaus an den Folgen eines Herzinfarkts. Der langjährige Motorsport-Teamchef lag seit dem Infarkt, den er im Juni erlitten hatte, im Koma.

Seinen größten Erfolg feierte der Österreicher Stappert, als 1983 unter seiner Regie das Brabham-BMW-Team mit Nelson Piquet erster Turbo-Weltmeister in der Formel 1 wurde.

Insgesamt war er von 1977 bis 1985 bei BMW-Motorsport tätig, die letzten fünf Jahre als Rennleiter. Verantwortlich war er ebenfalls für die Neu-Orientierung des Tourenwagen-Programms des Münchner Herstellers.

Seit 1987 war Stappert in der Motorrad-WM aktiv. Er betreute unter anderem Ralf Waldmann, Helmut Bradl und 2006 auch dessen Sohn Stefan. Zuletzt war der frühere Chefredakteur der Fachzeitschrift Motorsport aktuell Teammanager des 250er-Teams von Yamaha Indonesia.

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