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Gefragt wie sonst keiner: Valentino Rossi zieht die Aufmerksamkeit an © getty

Ganz Italien ist aus dem Häuschen: Valentino Rossi und Ducati geben sich das Ja-Wort. Die Erwatungen an den Weltmeister sind enorm.

Brünn - Die Traumehe ist perfekt, die Tifosi sind aus dem Häuschen: Superstar Valentino Rossi tauscht seine Yamaha gegen eine Ducati und macht mit dem Wechsel die Motorrad-verrückten Italiener glücklich.

Sehnlich hatten die Fans in der Heimat darauf gewartet, dass ihr Nationalheld wieder auf eine Maschine der Marke "Made in Italy" steigt. Im kommenden Jahr ist es endlich soweit.

Schon seit Monaten war über Rossis Wechsel zu den "Roten" spekuliert worden, jetzt wurde der Deal offiziell gemacht.

Beim Großen Preis von Tschechien in Brünn, wo Rossi 1996 auf einer Aprilia seinen ersten WM-Lauf gewann, ließ der 31-Jährige wie angekündigt die Katze aus dem Sack.

Den Zweijahres-Vertrag bei Ducati hat "Doctor" Rossi bereits unterschrieben.

13 Millionen pro Jahr

Laut italienischer Medien verdient der Herr der Zweiräder bei Ducati künftig mehr als die meisten Formel-1-Rennfahrer. Angeblich 13 Millionen Euro soll Rossi pro Jahr kassieren.

Und die Euphorie der Tifosi ist groß. "Rossis Wechsel zu Ducati nährt die Hoffnung auf einen kompletten italienischen Sieg, der in der Königsklasse seit 1972 mit Agostini und MV Agusta fehlt", schreibt die "Gazzetta dello Sport": "Rossi und Ducati können das neue Wunder bewirken."

Konkurrenz für Ferrari

Rossi und Ducati könnten jetzt sogar dem Nationalstolz Ferrari Konkurrenz machen. "Rossi ist rot, wie die Farbe des italienischen Rennstalls", titelte der "Corriere dello Sport".

Nicht auszudenken, wenn Rossi und Ducati zum WM-Titel rasen würden, dann wäre die Formel 1 in Italien vielleicht nur noch die Nummer zwei.

Das Ende einer Liebesbeziehung

"Meine Arbeit bei Yamaha ist beendet, die Zeit ist gekommen, neue Herausforderungen zu suchen", sagte Rossi, der in seiner Karriere bisher neun WM-Titel eingefahren hat, davon vier mit Yamaha.

Nicht allein deshalb schwingt bei Rossi trotz aller Vorfreude auf die neue Aufgabe eine ordentliche Portion Wehmut mit. "Es ist traurig, aber auch die schönsten Liebesgeschichten gehen zu Ende, doch sie hinterlassen wundervolle Erinnerungen", sagte der amtierende MotoGP-Weltmeister.

Erster Titel im ersten Jahr

2004 war Rossi als Weltmeister von Honda zu Yamaha gewechselt und hatte die Königsklasse auch mit dem neuen Team dominiert. Auf Anhieb holte er den Titel, auch 2005, 2008 und 2009 beherrschte Rossi die Konkurrenz.

In diesem Jahr wird der Seriensieger mit ziemlicher Sicherheit entthront. Rossis spanischer Teamkollege Jorge Lorenzo dominiert die WM nach Belieben und liegt im Gesamtklassement 134 Punkte vor dem Titelverteidiger, der allerdings zwischenzeitlich wegen eines Schienbeinbruchs sechs Wochen pausieren musste und vier Rennen verpasste.

Große Erwartungen an Rossi

In der kommenden Saison dürfte es für Lorenzo wieder schwerer werden, schließlich wird Rossi mit der Ducati Desmosedici nichts unversucht lassen, um den Titel wieder nach Italien zu holen.

Die Erwartungshaltung beim neuen Rennstall ist nach der Verpflichtung des populärsten Piloten groß, das Vertrauen in dessen Fähigkeiten aber noch größer.

"Er ist in der Welt des Motorradsports der Inbegriff der Spitzenklasse", sagt Ducati-Präsident Gabriele de Torchio.

Zwei Weltmeister bei Ducati

Rossi wird bei den Italienern Teamkollege von Ex-Weltmeister Nicky Hayden (USA) und Nachfolger von Casey Stoner, der 2007 den ersten WM-Titel in der Ducati-Geschichte geholt hatte.

Der Australier kehrt zu Honda zurück.

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