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Trauriges Ende auf der Piste: Für Shoya Tomizawa kommt am Ende jede Hilfe zu spät © imago

Die Tragödie um den Japaners Shoya Tomizawa beim Großen Preis von San Marino beschäftigt die Kommentatoren. Pressestimmen.

Misano - Nach dem tödlichen Unfall des japanischen Piloten Shoya Tomizawa beim Großen Preis von San Marino in Misano steht die Motorrad-Welt unter Schock.

Der 19-Jährige war im Moto2-Rennen bei rund 200 km/h schwer gestürzt und wurde von zwei folgenden Motorrädern überrollt. (VIDEO)

Tomizawa erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren inneren Verletzungen. (VIDEO: Die Reaktionen)

Erst vor gut einer Woche hatte die Szene den Tod von Peter Lenz betrauert:

Der 13-Jährige, der als eines der größten Talente der USA galt, stürzte auf der legendären Rennstrecke von Indianapolis in der Aufwärmrunde eines Nachwuchsrennens, wurde von einem nachfolgenden Piloten überfahren.

SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zusammen:

"El Periodico de Catalunya"

"Die Spanier erreichten den sechsten Dreifach-Sieg der Saison, aber der Tod des Japaners Tomizawa überschattete alle Erfolge. Selbst die Sieger verließen Misano mit Tränen in den Augen. Sie wissen, dass es in zwei Wochen beim nächsten Rennen auch sie treffen kann."

"La Repubblica"

"Die Schau muss weitergehen und nicht nur das: Der Tod existiert nicht einmal. Er ist nicht da, wegradiert ? oder besser noch: Er hat nie existiert. Das ist es, was den Zuschauern vermittelt werden soll. Den Tod gibt es nur am Rande, in Form des prickelnden Risiko, das die Fans anzieht, aber ihnen nicht den Spaß verderben darf. In aller Eile wird Tomizawa von der Piste geschafft, doch ohne das Rennen zu unterbrechen. Der Sterbende muss runter vom Asphalt, aus den Augen, aus dem Rampenlicht der Fernsehschirme, aus dem Herzen des Publikums. Und so hat der Große Preis des Grauens eine weitere Runde gedreht."

"Tuttosport"

"Ein Motorrad-Schock: Tod in Misano. Eine Tragödie."

"La Gazzetta dello Sport"

"Man darf sich nicht hinter falschem Moralismus verstecken. Rennen sind gefährlich, und das Risiko gehört dazu. Aber wenn man innerhalb von sieben Tagen zweimal mit dem Tod konfrontiert wird, dann hinterlässt das Spuren... Warum hat man nicht die Siegerehrung verhindert? Das wäre eine Geste des Respekts gewesen. Man wäre dies den armen Eltern in Japan schuldig gewesen, die soeben ihren Sohn live im Fernsehen haben sterben sehen."

[kaltura id="0_homtpmj1" class="full_size" title="Shoya Tomizawa stirbt nach Horror Crash"]

"El Pais"

"Der Tod ist nicht das Ende eines Motorradrennens. Trotz des Unfalls von Tomizawa wurde die Rennveranstaltung nicht abgebrochen."

"As"

"Tomizawa starb, weil er einen gefährlichen Beruf ausübte. Das Fahren von Motorradrennen ist ein Job für wagemutige Typen, die unbedingt schneller sein wollen als die Rivalen und die davon träumen, Rennen zu gewinnen und Titel zu holen. Beim Tod von Tomizawa muss sich niemand Nachlässigkeiten oder Fehler ankreiden lassen. Der Unfall war einfach Pech. Da kann man die Sache drehen und wenden, wie man will."

"Marca"

"Tragödie in Misano."

"Il Giornale"

"Niemand hatte den Mut, das Rennen zu stoppen."

"Corriere dello Sport"

"Eine Tragödie in Misano. Aber das Rennen geht weiter und sorgt für heftigen Streit."

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