Bradl muss seinen Sturz von Katar schnell aufarbeiten, Folger seinen Top-Speed finden und Cortese will einfach nur überleben.

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Doha - Schnell hatte sich der erste Ärger bei Stefan Bradl gelegt.

Der Blick richtete sich schon um Mitternacht wieder nach vorn. "So schlecht war unser Speed nun auch wieder nicht", ließ der 23-Jährige nur wenige Stunden nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Doha/Katar trotzig verlauten (DATENCENTER: Die Resultate aus Doha).

Sein Sturz und das folgende Aus hatten Wirkung gezeigt, doch der MotoGP-Pilot suchte wie die anderen deutschen Fahrer trotz aller Enttäuschung nach positiven Erkenntnissen aus dem Auftaktwochenende (Diskutiert mit uns bei Facebook über Motorsport!).

Premiere in zwei Wochen

Die Aufarbeitung muss schnell gehen. Schon in zwei Wochen geht es mit dem ersten Rennen auf dem neuen "Circuit of the Americas" in Austin/Texas weiter. Entsprechend eilig hatte es Bradl, den Ursachen für seine Schwierigkeiten mit dem Vorderrad auf den Grund zu gehen.

"Wir werden die Daten mit meinen Technikern auswerten", erklärte der frühere Moto2-Weltmeister (SERVICE: Der Rennkalender 2013).

Ziel bleibt das Podium

Bradl will in seiner zweiten Saison in der Königsklasse erstmals auf das Podium fahren. Die nächste Chance bietet sich dem "Rookie des Jahres" in den USA. Mitte März hatte Bradl erste Testfahrten auf dem Kurs unternommen, der ab dieser Saison im Rennkalender steht. "Schön", findet Bradl die Strecke. Genau wie die in Doha.

Auf Platz sechs liegend hatte es Bradl zur Mitte des traditionellen Nachtrennens erwischt. Woran es lag, dass das Vorderrad keinen rechten Grip hatte, wusste der derzeit beste Deutsche nicht.

"Ich kann mir keinen Vorwurf machen", sagte der Honda-Pilot und entschuldigte sich dennoch: "Tut mir leid liebe Fans, heute hat's von der ersten Runde an nicht gepasst."

"Stirb oder Überleb"

Auch Sandro Cortese steckte schnell in Schwierigkeiten. Bei seinem Debüt in der Moto2 wurde der Moto3-Weltmeister direkt nach dem Start durchgereicht und am Ende 17.

"Ich habe eine Menge gelernt. Die neue Klasse ist völlig anders. Hier wird unter dem Motto gefahren: Stirb oder überleb", meinte der Berkheimer. Überrascht war der 23-Jährige vom Erlebnis und vom Ergebnis nicht: "Ich habe schon geahnt, was auf mich zukommt. Es war trotzdem ein guter Einstand. Man darf keine Wunder erwarten."

Für Schrötter ist mehr drin

Vier Plätze vor Cortese lag Marcel Schrötter und sammelte drei WM-Punkte, dabei war beim Grand Prix unter Flutlicht viel mehr drin. Doch der 20-Jährige, zwischenzeitlich Siebter, trauerte der verpassten Chance nicht lange nach.

"Ich bin zufrieden mit dem ersten Rennen, auch wenn ich weiß, dass ein Top-10-Platz hätte drin sein können. Ich habe bewiesen, dass wir mithalten können."

Folger fehlt der Top-Speed

Für die beste Platzierung sorgte der Vilgertshofener beim Startschuss in der Wüste aber nicht. Jonas Folger, in diesem Jahr einziger deutscher Fahrer mit Titelchancen, wurde in der Moto3 Fünfter. Eigentlich zu wenig, doch der 19-Jährige hatte einfach nicht genug Top-Speed, um am Podium zu kratzen.

"In den Kurven waren wir gleichschnell, aber auf der Geraden war ich hilflos", sagte der Bayer: "Ich hatte mehr erwartet, aber ich bleibe gelassen." Unter dem Strich war Folger mit dem Auftakt mehr als nur einverstanden: "Das Wochenende war einfach fabelhaft."

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