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Stefan Bradl kämpfte sich vor dem Saisonstart nahe an die Spitze © Rolf Scholl

Die kleinen Klassen haben ihre Saisonvorbereitung beendet: Beim Nachttest in Katar sind die Favoriten vorne - Stefan Bradl und Sandro Cortese stark

Die Hoffnungen der deutschen Motorradfans haben am letzten Testtag der kleinen Klassen in Katar noch einmal einen Schub erfahren. Sandro Cortese und Stefan Bradl zeigten sich kurz vor dem Saisonstart in Topform, auch Jonas Folger war erneut stark. Gegen die Aspar-Piloten war jedoch kein Kraut gewachsen. In beiden Klassen bestimmte das spanische Team anscheinend nach Belieben.

Bei den 125ern rückte Julian Simon die teaminterne Hackordnung wieder zurecht. In 2:06.808 Minuten setzte sich der Rückkehrer aus der 250er-Klasse gegen seinen Teamgefährten Bradley Smith (2./2:06.908 Minuten) durch. Auch Andrea Iannone konnte am abschließenden Tag erneut gut auftrumpfen. Der Italiener unterstrich seine Ambitionen als Dritter mit einer Bestzeit von 2:07.021.

Hinter den "Test-Podestplätzen" reihten sich die deutschen Hoffnungsträger ein. Sandro Cortese zeigte in 2:07.090 Minuten als Vierter weitere Fortschritte, auch Stefan Bradl (5./2:07.101) arbeitete sich bereits nah an die absolute Spitze heran. Jonas Folger bestätigte seine gute Leistung vom Vortag. Der junge Nachwuchspilot war in 2:07.856 Minuten auf dem achten Platz.

Als Favorit geht jedoch nach wie vor Simon in den ersten Saisonlauf an gleicher Stelle am kommenden Wochenende. Der Spanier benötigte für seine Bestzeit nur 24 Runden, denn anschließend war er nach einem Sturz zum Zuschauen gezwungen. "Auch wenn wir ein paar Dinge am Chattering verbessern konnten, bleibt noch immer viel zu tun. Meine Pace war am Montag besser. Daher ist es echt beschämend, dass ich gerade stürzte, als ich schneller wurde - zum Glück aber ohne mich zu verletzen. Ich will jetzt einfach, dass es Freitag wird und endlich losgeht", sagte Simon, der die Bestzeit seines Teamkollegen vom Vortag nicht packen konnte.

In der 250er-Klasse meldete Álvaro Bautista in Abwesenheit von Weltmeister Marco Simoncelli seine Siegansprüche an. Der Titelfavorit legte am Dienstag insgesamt 65 Runden zurück und war in 2:00.496 Minuten dabei einen Hauch schneller als Konkurrent Hector Barbera am Vortag. "Ich denke, dass wir hier einen ziemlich guten Job gemacht haben", sagte Bautista. "Wir haben sehr viel mit dem Motor probiert, sodass ich jetzt viel schneller um die Ecken fahren kann."

Hinter Hiroshi Aoyama (2./2:00.873) und Hector Barbera (3./2:00.922) konnte sich 125er-Weltmeister Mike di Meglio in 2:00.946 Minuten auf Rang vier gut platzieren. Der Schweizer Thomas Lüthi (2:01.152) glänzte mit einem guten achten Rang. "Der letzte Testtag in Katar hat uns eine Menge Aufschluss gegeben", sagte Lüthi. "Wir haben eine gute Lösung gefunden und einen Riesenschritt mit dem Fahrwerk gemacht, auch die Geometrie wurde geändert. Ich bin mir sicher: Da geht noch was!"

Testzeiten 250 ccm:

Testzeiten 125 ccm:

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