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Dirk Raudies kann es nicht lassen: Der Weltmeister von 1993 testete eine KALEX © KALEX

Dirk Raudies möchte seinen Titel als bislang letzter deutscher Motorrad-Weltmeister loswerden: Stefan Bradl mit guten Chancen

Dirk Raudies trägt seit nunmehr 15 Jahren einen Titel, der die Situation des deutschen Motorradsports der vergangenen Jahre deutlich beschreibt: Raudies ist immer noch der bislang letzte deutsche Motorrad-Weltmeister. Und genau diesen Titel möchte der 125er-Champion von 1993 nicht länger haben. "Es wird höchste Zeit, dass ich abgelöst werde", sagte der 44-Jährige der Agentur 'dpa'.

"Ich erwarte viel von der Saison, denn das Potenzial ist so groß wie selten zuvor", so Raudies, der vor allem Weltmeistersohn Stefan Bradl gute Chancen einräumt. "Wenn es ihm gelingt, seinen Vorwärtsdrang auf das richtige Maß einzupendeln und auf dem Motorrad bis zur Zielflagge sitzenzubleiben, ist alles möglich. Die Fähigkeiten besitzt er", lobte Raudies den Kiefer-Aprilia-Piloten.

Mit Sandro Cortese habe Deutschland ein weiteres Eisen im Feuer: "Sandro hat sich bei den Tests bewährt, knüpft dort an, wo er im letzten Viertel der vergangenen Saison aufgehört hat. Wenn die Konstanz hält, sind Podestplatzierungen allemal drin. Um in den Titelkampf einzugreifen, ist es sicher noch zu früh". Rein technisch hat der Berkheimer sicherlich eines der besten Pakete. Immerhin darf Cortese die Maschine von Weltmeister Mike di Meglio übernehmen.

Als Dritter im Bunde hat sich der junge Nachwuchspilot Jonas Folger bei den zurückliegenden Testfahrten stark präsentiert. Der Bayer geht in seine erste volle WM-Saison. "Er kann jetzt auf der Aprilia viel lernen", schätzte Raudies ein. "Er ist noch blutjung und da ist das Haifischbecken WM genau das richtige für ihn."

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