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Siege 2007 und 2008: Casey Stoner freut sich auf den Saisonauftakt in Katar © Ducati

MotoGP-Favorit Casey Stoner hat keine ernsthaften Probleme mit dem Handgelenk mehr: "Ich könnte vielleicht sechs Sekunden Vorsprung herausfahren"

Eigentlich war es nur ein kleiner Eingriff, aber er hatte große Wirkung. Nach dem Ende der vergangenen Saison ließ sich Casey Stoner wegen einer alten Verletzung am Handgelenk operieren. Seither wurde der Ducati-Star vom Schmerzen geplagt, der Beginn der Saisonvorbereitung litt darunter. Sogar sein Start beim Auftakt in Katar wurde in Frage gestellt - manch einer übertrieb es sogar und spekulierte über ein frühzeitiges Karriereende.

"Wir haben erkannt wo das Problem liegt und seither geht es besser", beschrieb der Weltmeister von 2007 in der italienischen 'Gazzetta dello Sport'. "Zum Ausheilen braucht es volle neun Monate. Das ist angesichts einer solch kleinen Operation völlig absurd. Ich bin jetzt noch nicht bei 100 Prozent, aber ich habe fast keine Schmerzen mehr."

Einige Beobachter machen sich trotzdem Sorgen, denn Stoner absolvierte bei den Testfahrten immer nur kurze Runs. Ob er eine Renndistanz durchhalten kann, blieb vorerst offen. "Sie können sagen was sie wollen", kommentierte der Australier. "Wenn ich in Katar genauso schnelle Runden fahren kann wie beim Test, dann habe ich in fünf bis sechs Runden schon sechs Sekunden Vorsprung vor allen anderen. Diesen Vorsprung könnte ich verwalten. Aber ich muss es wohl nicht so tun."

Stoner hatte bei den jüngsten Testfahrten keinen Zweifel an der Vormachtstellung aufkommen lassen. Sowohl die neue Ducati GP9 als auch der Topstar sind in blendender Verfassung. 2009 will er Valentino Rossi den Titel wieder abnehmen. "Ich höre auf, wenn ich keine Lust mehr habe", sagte er auf die Frage nach seinem Karriereziel. "Ich habe mir keine genauen Marken gesetzt. Wenn ich mal fünf Titel habe wie Mick Doohan, dann denke ich vielleicht darüber nach."

Allerdings hat sich Stoner bereits für die Zeit nach seiner Zweiradkarriere eine Beschäftigung ausgesucht. "Wenn ich aufhöre, dann fahre ich vielleicht Tourenwagen in Australien. Vor allem die 1.000-Kilometer-Rennen sind klasse. Ich muss noch den Fahrstil lernen und das Reifenverhalten und Setup herausbekommen. Ich bin solch ein Rennauto noch nie gefahren, aber ich habe mir das eigentlich für die nähere Zukunft vorgenommen."

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