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Casey Stoner war auch im ersten Freien Training in Katar eine Klasse für sich © Ducati

Ducati-Star Casey Stoner lässt an seiner Favoritenrolle beim MotoGP-Saisonauftakt keinen Zweifel: Deutliche Bestzeit vor Valentino Rossi

Zwar hat in der MotoGP mit dem heutigen Freitag endgültig die Ära des Einheitsreifens begonnen, doch Auswirkungen waren im ersten Freien Training noch nicht zu spüren. Casey Stoner bleibt der absolute Dominator im nächtlichen Katar. Der australische Ex-Weltmeister jagte seine neue Ducati GP9 in der ersten Session des Jahres in 1:57:053 Minuten um den mit Flutlicht beleuchteten Kurs in der Wüste und distanzierte damit alle Gegner deutlich.

Die Bestmarke des ehemaligen Champions lässt kaum Zweifel daran aufkommen, dass Stoner nach 2007 und 2008 wohl auch in diesem Jahr wieder der MotoGP-König von Katar werden könnte. Der Autralier ließ von Beginn an nichts anbrennen. Stoner fuhr heraus, markierte bei einem kurzen Run eine Topzeit und zog sich anschließend zu kleineren Einstellarbeiten an der GP9 in die Box zurück. Die Gegner bissen sich unterdessen an der Zeit die Zähne aus.

Als Stoner wieder bereit war, folgte eine weitere Machtdemonstration. Der Ducati-Pilot fuhr auf seiner zweiten fliegenden Runde nach dem kurzen Zwischenstopp eine 1:57.053 Minuten und hatte damit endgültig die Tagesbestzeit sicher. Anschließend spulte der Favorit noch weitere Runden auf annähernd dem gleichen Niveau ab. Bester Verfolger war letztlich - wenig überraschend - Valentino Rossi. Der italienische Superstar lag mit 1:57.439 Minuten allerdings fast vier Zehntelsekunden zurück.

Kann Rossi auf Distanz mithalten?

Der zweite Run des "Doktors" machte Hoffnung auf ein vielleicht doch spannendes Rennen am Sonntag. Denn auch Rossi konnte seine Zeiten über viele Runden auf konstantem Niveau halten. Und die jeweiligen Teamkollegen der Topstars? Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo (4./1:58.272 Minuten) zog sich nach eher mäßigem Beginn letztlich achtbar aus der Affäre. Nicky Hayden (13./1:59.158) verlor auf Stoner satte 2,105 Sekunden.

Tech-3-Yamaha-Pilot Colin Edwards bestätigte die gute Form aus den Wintertests. Der Amerikaner war lange Zeit auf dem Niveau von Rossi und belegte zum Ende des ersten Freien Trainings in 1:57.835 Minuten einen starken dritten Rang. Teamkollege James Toseland (10./1:58.850) konnte erneut nicht das Tempo seines neuen Intimfeindes im eigenen Lager mitgehen.

Eine große Überraschung gab es bei Honda. Weder Andrea Dovizioso (8./1:58.506) oder Dani Pedrosa (18./2:01.435) noch Toni Elias (12./1:59.094) gewannen die hausinterne Wertung, sondern Alex de Angelis. Der Gresini-Pilot war in 1:58.452 Minuten sensationell auf Rang fünf. Auch Randy de Puniet (10./1:58.771) versteckte sich keineswegs hinter den Männern auf den aktuellen Honda-Werksmaschinen. Pedrosa war allerdings entschuldigt, denn der Spanier leidet nach wie vor unter seinen Verletzungen an Knie und Hand.

Suzuki noch nicht nah an der Spitze

Suzuki konnte das Tempo aus den Testfahrten nicht ganz bestätigen. Loris Capirossi (6./1:58.468) wuchtete sich zwar am Ende noch recht weit nach vorne, allerdings konnte Chris Vermeulen (14./1:59.348) nicht gerade überzeugen. Zwar hatte man im Winter vornehmlich an der Motorleistung der Suzuki GSV-R gearbeitet, aber dennoch verloren die beiden Werkspiloten gerade beim Topspeed auf der langen Geraden viel.

Einen Glanzpunkt setzte Pramac-Ducati-Youngster Mika Kallio. Der Finne bewies mit seiner besten Runde in 1:58.499 Minuten auf Rang sieben einmal mehr, dass ihm der Sprung von der 250er-Klasse in die MotoGP schnell gelungen ist. Niccolò Canepa (17./2:00.597) war dagegen schon wieder weit zurück. Beide Pramac-Piloten sind an diesem Wochenende mit einer besonderen Lackierung unterwegs. Mit speziellen Aufklebern gedenkt man der Opfer des Erdbebens in den Abruzzen.

Marco Melandri gelang auf der ehemaligen Kawasaki, die sich ab sofort Hayate nennt, ein guter Einstand. Der Italiener (9./1:58.757) fuhr regelmäßige Rundenzeiten und - nicht ganz unwichtig: Er war stets deutlich vor seinem Ducati-Nachfolger Hayden. Scot-Aufsteiger Yuki Takahashi (15./1:59.437) und MotoGP-Rückkehrer Sete Gibernau (16./2:00.595) konnten sich am Freitag noch nicht optimal in Szene setzen.

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